Selbstfürsorge praktizieren

"Wer sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren."
Stefan Zweig


Empfinden wir nur wenig Wertschätzung für uns selbst, fällt uns die Wertschätzung anderer nicht leicht. Wenn wir lernen, uns zuerst selbst so zu akzeptieren und zu mögen, wie wir sind, dann fällt uns der Umgang mit anderen Menschen leichter.

Selbstakzeptanz und Selbstfürsorge haben somit nichts mit Egoismus zu tun. Es geht um eine leise innere Stimme, die uns sagt: "Du bist okay, genau so wie Du bist!" Es lohnt sich, diese leise innere Stimme zu fördern und zu bestärken! Frage Dich: Was kann ich gut? Was tut mir gut? Und nicht zuletzt: Was macht mich als Mensch wertvoll?"

Wer auf diese Fragen eine Antwort kennt, hat festen Boden unter den Füßen. Ein sicheres Fundament, welches auch Erschütterungen aushält. Ein starkes Selbst ist ein Garant für Zufriedenheit, Gesundheit und Erfolg!

Selbstakzeptanz ist Grundlage für stabile Beziehungen und für das Erreichen unserer Ziele. Wir müssen uns zuerst gut um uns selbst kümmern, um zu innerer Stabilität, Energie und guter Gesundheit zu gelangen. Selbstvertrauen und ein Selbstwertgefühl sind die Grundlage unseres Schaffens.  

 

Der Weg zu einer gesunden Selbstfürsorge

  • Ich darf meine Wünsche und Bedürfnisse äußern
  • Ich darf Komplimente annehmen
  • Ich darf mich mögen und wichtig nehmen
  • Ich erlaube mir, NEIN zu sagen
  • Ich darf Forderungen stellen
  • Ich sage meine Meinung, auch wenn sie nicht jedem gefällt
  • Ich darf Schwächen zeigen und Fehler machen und bin trotzdem okay

 

Zitate zur Selbstfürsorge, die ich beim Glücksdetektiv auf YouTube gefunden habe:

"Der größte Schmerz und das intensivste Leiden werden durch den andauernden inneren Krieg verursacht, den Du gegen Dich selbst führst." Frank Lobsiger

"Du bist mutiger als Du glaubst, stärker als Du scheinst und intelligenter als Du denkst." Alan Alexander Milne

"Weil wir von unserem "Scheiß" 100 Prozent mitbekommen, von dem Scheiß, den die anderen im Kopf haben, aber nur 50 Prozent, denken wir: Wir sind doppelt so scheiße wie die! Sind wir aber nicht. Ein simpler Rechenfehler." Eckhart von Hirschhausen

"Ich habe damals getan, was ich konnte. Jetzt kann ich mehr und mache es eben besser." Maya Angelou

"Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft." Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Wer einmal zu sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren." Stefan Zweig

 

Abschließend noch ein Gedicht von Charlie Chaplin, welches er im weisen Alter von 70 Jahren geschrieben hat:

Als ich begann, mich selbst zu lieben, erkannte ich, dass Schmerz und emotionales Leid nur Warnzeichen dafür sind, dass ich dabei war, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das ist Authentizität.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden verletzen kann, wenn ich versuche, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war und die Person nicht bereit dafür war, obgleich ich selbst diese Person war. Heute nenne ich es Selbstachtung.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, habe ich aufgehört, nach einem anderen Leben zu verlangen, und konnte sehen, dass alles, was mich umgab, mich einlud zu wachsen. Heute nenne ich es Reife

Als ich begann, mich selbst zu lieben, habe ich verstanden, dass ich in jeder Lebenslage, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin, und alles geschieht im absolut richtigen Moment. Also konnte ich ruhig sein. Heute nenne ich es Selbstvertrauen.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, hörte ich auf, mir meine eigene Zeit zu stehlen, und ich hörte auf, riesige Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Wonne und Freude bereitet. Dinge, die ich liebe und die mein Herz zum Lachen bringen. Und ich tue sie auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus. Heute nenne ich es Einfachheit.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ich Selbstliebe.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, hörte ich auf, zu versuchen, immer Recht zu haben, und seitdem habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich entdeckt, das ist Bescheidenheit.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, weigerte ich mich, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur im jetzigen Moment, in dem alles geschieht. Heute lebe ich jeden einzelnen Tag, Tag um Tag, und ich nenne es Erfüllung.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, da erkannte ich, dass mich mein Verstand durcheinanderbringen und krank machen kann. Aber als ich mich mit meinem Herzen verband, wurde mein Verstand zu einem wertvollen Verbündeten. Heute nenne ich diese Verbindung Weisheit des Herzens.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten oder irgendwelcher Art Probleme mit uns selbst oder anderen zu fürchten. Sogar Sterne kollidieren, und aus ihrem Zusammenprall werden neue Welten geboren.

Heute weiß ich, das ist Leben!  

 

 

 

Loslassen lernen

"An seinem Ärger festzuhalten ist genauso, wie eine glühende Kohle in die Hand zu nehmen, um sie nach jemandem zu werfen. Du bist derjenige, der sich verbrennt." Buddha

Loslassen beginnt mit Akzeptieren

Wenn Du ein neues erfolgreiches Kapitel in Deinem Leben schreiben möchtest, lasse Vergangenes los. Loslassen bedeutet negative Erlebnisse zu akzeptieren. Sage Ja zu Deiner Vergangenheit und akzeptiere sie so wie sie war. Deine Vergangenheit bestimmt nicht Deine Zukunft. Dafür kannst Du Dich jetzt aktiv und bewusst entscheiden. 

Sage auch ja zu aktuell belastenden Situationen oder Gedanken. Akzeptiere diese genau so, wie sie sich aktuell darstellen. Klingt paradox, da Du sie ja nicht möchtest. Akzeptieren ist der entscheidende erste Schritt, dass sich die Situation ändern kann. Denn nur was bejahend gefühlt und angenommen worden ist, kann sich wandeln und losgelassen werden.

"Loslassen bedeutet, die Vergangenheit als Teil Deiner Geschichte zu akzeptieren und gleichzeitig zu entscheiden, dass Du jetzt eine neue Geschichte zu schreiben beginnst." Glücksdetektiv

Finde zu innerem Frieden! Dann lässt die Situation Dich los.

Diesen Frieden finden wir, wenn wir für uns schwierige Menschen oder schmerzhafte Erfahrungen so annehmen, wie sie sind. Dabei können wir uns und dem Anderen für das Erlebte vergeben, damit es wieder friedlich in uns werden kann. Dann lässt uns die schwierige Situation selbst los und wir können den schweren Rucksack ausziehen.

Gerade sehr schwere Schicksale und Ereignisse lassen sich nicht einfach loslassen, denn sie kleben fest an uns. Solange, bis wir sie zustimmend angeschaut und Frieden mit ihr geschlossen haben. Es geht nicht darum, alles Erlebte und Erfahrene gut zu heißen. Es geht um das erfolgreiche Loslassen durch Frieden mit all dem was ist.

Lebe im jetzigen Moment

Viele unserer täglichen Gedanken drehen sich sorgenvoll um unsere Vergangenheit oder richten sich mit ängstlichem Blick in die Zukunft. Nicht selten steigern wir uns in Gedankenspiralen und machen im wahrsten Sinne aus einer Mücke einen Elefanten. Lasse negative Gedanken vor Deinem inneren Auge wie dunkle Wolken davonziehen.

Die Vergangenheit ist vorbei und lässt sich auch mit viel Grübeln nicht mehr ändern. Und die Zukunft ist noch nicht da und geschieht meist anders als von uns erwartet. 

"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." Reinhold Niebuhr

 

Neun Tipps für erfolgreiches Loslassen

1. Sage immer wieder Stopp

Wenn wir an einem Gedanken festhaften und ihn nicht loswerden können, unterbreche diesen aufkommenden Gedanken mit dem Wort Stopp. Sage immer wieder Stopp und kehre zurück zum jetzigen Alltagsmoment. Wir reagieren sehr sensibel auf dieses Wort, da wir bereits während unserer Erziehung häufig mit dem Wort konfrontiert wurden.

2. Probleme aus dem Kopf schreiben

Nehme Dir einen Stift und ein leeres Blatt und fange an, Dein Problem aufzuschreiben. Nicht selten reiht sich ein Satz an den nächsten. Vieles ist garnicht so aussichtslos, wie es anfangs erscheint. Beim Aufschreiben erhalten wir Klarheit und erste Lösungen für unser Problem, die wir dann nutzen können. Probier es aus!

3. Auf den Atem konzentrieren

Dieser Uralt-Tipp ist einer der besten und bewährtesten! Wer es schafft, sich auf seinen Atem zu konzentrieren, befindet sich in seiner inneren Mitte. Atme durch die Nase tief in Deinen Bauch ein und durch den Mund langsam wieder aus. Spüre den Atmen! Atme Deinem gesamten Stress aus und fühle Dich freier.

4. Neugieriger Anfängergeist

Gerade in stressigen Situationen oder bei Lampenfieber vor einem Auftritt ein probates Mittel. Schaue Dich um und tue so, als würdest Du die Welt um Dich heute herum zum ersten Mal sehen. Schaue auf herbstliche Bäume, braun gepflasterte Wege, eine blaue Tür, eine grüne Mineralwasserflasche oder eine gelb gestrichene Wand.. Beobachte genau und komme schon nach wenigen Momenten in eine ruhigere Gedankenwelt.

5. Geräusche neu wahrnehmen 

Nehme Geräusche, die eben noch als störend empfunden wurden, zugeneigt und annehmend auf. Höre den Baustellenlärm, die Straßenbahn, die Gespräche der Passanten. Empfange die zuvor als Lärm empfangenen Töne wie eine Art Musikstück. Anstelle von Herzrasen und innerer Unruhe gesellt sich nun eine Art Gleichmut. 

6. Muskelentspannung nach Jakcobsen

Wenn Du eine starke Anspannung spürst oder Emotionen Dich zu übermannen drohen, kannst Du diesen Tipp nutzen. Spanne einzelne Muskelgruppen für 10 Sekunden an und lasse sie dann ganz langsam wieder locker. Drücke die Füße tief in den Boden, spanne Arme, Schultern, Bauch und Po fest an. Spanne auch Deine Gesichtsmuskeln an. Oder drücke mit den Händen für ein paar Sekunden fest gegen eine Wand.

7. Weitere Entspannungstechniken

Mir persönlich haben Meditationen, Autogenes Training und Fantasiereisen sehr dabei geholfen, Abstand von den kreisenden Gedanken im Kopf zu gewinnen und nach und nach loszulassen. Suche Dir eine Übung ganz nach Deinem Gusto. Eine, die zu Dir passt. Neben Atem- und Achtsamkeitsübungen sind auch Yoga, Tai Chi und Qi Gong empfehlenswert. Bewegung und leichter Sport in der freien Natur und ein Saunabesuch haben ebenfalls eine wunderbar entspannende Wirkung. Wähle das, was Dir gut tut.

8. Feierabendrituale 

Feierabendrituale sind ein gutes Mittel, um schnell vom beruflichen Alltag loslassen zu können. Ich empfehle Dir, wichtige Vorbereitungen für den nächsten Morgen bereits jetzt zu erledigen oder die to do Liste noch vor dem Feierabend zu erstellen. Somit "schreibst" Du die Themen aus Deinem Kopf und der Abend kann entspannt starten.

Den Heimweg kannst Du bereits zur positiven Einstimmung auf den Feierabend nutzen. Beliebte Feierabendrituale zum Abschalten sind der Spaziergang an der frischen Luft, Sport oder gesellige Abende mit Freunden. Oder wie wäre es im Sommer mit einer frischen Dusche und im Winter mit einem Entspannungsbad. Wähle eine regelmäßige Aktivität, bei der Du gezielt loslassen kannst.


9. Gebe Dir Zeit

Schwierige Situationen, wie der Verlust eines lieben Menschen, brauchen Zeit der inneren Verarbeitung. Diese Zeit lässt sich nicht abkürzen. Gib Dir diese Zeit. Viele Menschen ziehen sich in schweren Zeiten zurück. Suche weiterhin Kontakt und aufbauende Gespräche. Diese können dir helfen, Deine Situation zu erleichtern und Dich neu aufbauen.

 

Probiere den einen oder anderen Tipp in nächster Zeit einmal aus. Es erfordert ein gewisses Training, erleichtert den Alltag in stressigen Situationen allerdings ungemein! 

Hier noch ein Mutmacher zum Abschluss: „Ich habe damals getan was ich konnte. Jetzt kann ich mehr und mache es eben besser.“ Maya Angelou

  

 

Respekt beginnt mit Selbstachtung

"Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu." Goldene Regel 

Wir treffen täglich an unterschiedlichsten Situationen auf Respekt und somit auch auf Respektlosigkeiten. Familientreffen sind für viele Menschen eine Herausforderung, da häufig sehr unterschiedliche Charaktere einen Familienverbund bilden. Respekt beginnt schon im Kindheitsalter in der Schule oder unter Freunden. 

Im Straßenverkehr und in öffentlichen Bussen und Bahnen treffen wir regelmäßig auf respektvollen und auch auf respektlosen Umgang. Wer lässt wen zuerst aus- und einsteigen, wer bietet wem einen freien Platz an - oder blockiert diesen lieber mit seiner Tasche ;-) Wie achtsam gehe ich durch den Bus oder das Zugabteil?

Wie ist mein Verhalten gegenüber älteren und behinderten Menschen? Natürlich fällt vielen von uns auch die eine oder andere Situation im Auto ein... drängeln, hupen und schimpfen gehört für viele Autofahrer zum ganz normalen Ton dazu. Ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass andere Verkehrsteilnehmer massiv darunter leiden.

Wo begegnen wir Respekt und Respektlosigkeit im Alltag?

  • In der Familie und mit Kindern
  • In der Schule
  • Unter Freunden
  • Auf den Ämtern
  • Im Beruf – mit Chef/-in und Kollegen
  • Beim Sport – Fairplay im Wettbewerb
  • Beim Einkaufen 
  • Im Straßenverkehr 
  • In Bus & Bahn 
  • Gegenüber Tieren und der Natur
  • Gegenüber Sachgegenständen und fremdem Eigentum
  • In Religionen, Ländern und Kulturen
  • Hinzu kommen jung vs. alt, Frau vs. Mann, reich vs. arm... 

 

Respektvolles Verhalten in der Praxis

Es gibt viele Umschreibungen für ein respektvolles Verhalten. Wichtig ist eine gute Präsenz mit all unseren Sinnen. Leider sind wir in stressigen Situationen häufig voller kreisender Gedanken, so dass wir manche Ereignisse und Umstände um uns herum garnicht wahrnehmen. Achtsamkeit lässt sich allerdings trainieren und führt nicht nur zu gesteigerter Wahrnehmung und Konzentration, sondern auch zu weniger Stress und besserer Gesundheit. 

Respektvolles Verhalten bedeutet Verständnis zeigen für anderes Denken, Fühlen und Handeln. Wir dürfen nie vergessen, dass wir alle Individuen sind, was unseren Begegnungen doch erst die richtige Würze gibt. Wären wir alle gleich, wäre das Zusammenleben doch sehr langweilig. Wir können viel von anderen lernen.

 

Respekt ist ein wertvolles Gut

Respekt heißt achtsam und sensibel in unserer Kommunikation und im Umgang mit anderen zu sein. Dazu gehört auch das richtige Maß an Nähe und Distanz zu finden und zu wahren. Wir haben alle unsere Privatsphäre, die uns Schutz und Sicherheit gibt. Dieser Bereich sollte nicht ungewollt von anderen verletzt werden.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Respekt schnell gewonnen, aber auch genau so schnell wieder verloren gehen kann. Respekt ist vergänglich und muss regelmäßig neu gezeigt und verdient werden. Wie genau? Aufrichtig, ehrlich, glaubwürdig, authentisch, mitfühlend und wertschätzend!

Und wie sollte respektvolles Verhalten nicht sein? Es sollte kein taktisches Mittel mit Worthülsen und ausschließlich eigenem Nutzdenken sein. Eine Verhaltensweise, um andere zu manipulieren. Oder eine Maske, die man wahlweise auf und absetzen kann.

 

Selbstachtung: Respekt vor anderen beginnt bei uns selbst 

Die Selbstachtung lässt sich trainieren und erlernen! Sei dabei nachsichtig, geduldig und verständnisvoll mit Dir selbst. Starte einen positiven inneren Dialog und lobe Dich selbst für Erfolge und gute Taten. Das programmiert Dein Unterbewusstsein und unterstützt die Erreichung Deiner Ziele und allgemein ein positiveres Leben. 

Natürlich können wir nicht in jeder Situation respektvoll erscheinen. Wir sind Menschen mit unterschiedlichen Befindlichkeiten und Tagesformen. Mit einer respektvollen Grundhaltung haben wir bereits ein nachhaltig wertvolles Ziel erreicht!

 

10 Tipps für erfolgreiche Selbstachtung

  1. Stehe zu Deiner Art, Deiner Persönlichkeit und Deiner Meinung!
  2. Mache es anderen nicht immer Recht. Sage auch mal NEIN!
  3. Sei Dir Deiner Stärken, Fähigkeiten und Werte bewusst!
  4. Akzeptiere Dich als Mensch mit Deiner Art und Deinem Körper!
  5. Achte regelmäßig auf Deine Wünsche und Bedürfnisse!
  6. Sprich niemals schlecht über Dich! Führe einen positiven inneren Dialog!
  7. Lasse los, was Du nicht kontrollieren kannst!
  8. Halte Dich fern von Negativem und von Drama!!
  9. Sei nachsichtig, geduldig und verständnisvoll mit Dir!
  10. Sei stolz auf Deine Erfolge und guten Taten. Du darfst Dich loben!


Selbstachtung ist die Basis für Selbstbewusstsein und gesundes Selbstwertgefühl!. Erst mit Selbstachtung können wir unsere Achtung auch auf andere übertragen.

 

 

Richtiger Umgang mit Kritik

"Wenn der Tag nicht dein Freund war, so war er Dein Lehrer" Sprichwort

Kennen Sie das? Sie kommen morgens gut gelaunt ins Büro und werden direkt vom Kollegen auf dem Flur angefahren, dass das Verhalten gestern im Meeting ja wohl völlig neben der Spur gewesen sei. Sie selbst verstehen die Welt nicht mehr, denn Sie können die Meinung Ihres Kritikers überhaupt nicht teilen. Trotzdem ist Ihre gute Laune jetzt im Keller und der Kritikstachel sitzt tief.

Sie fragen sich vielleicht: Wie kann ich gelassener mit der Situation umgehen, damit mich die Kritik nicht so tief trifft? Acht Praxistipps, damit Ihre gute Laune zukünftig weniger stark beeinflusst wird:

1. Kritik ist niemals objektiv

Kritik ist immer eine persönliche Meinung und niemals objektiv! Kritik kann aus Angst vor eigenen Nachteilen oder aus schlechter Stimmung heraus geäußert werden. Oder einfach, weil der andere eine andere Sichtweise oder einen anderen Geschmack hat.

2. Konzentration auf die Sachinformation

In aller Regel ist Kritik eine subjektive Meinung über ein Verhalten. Konzentrieren Sie sich allein die Sachaussage Ihres Kritikers und fragen Sie sich möglichst emotionslos: Ist da was dran? Kann ich von den Worten meines Gegenübers etwas lernen? 

3. Nichts persönlich nehmen

Nehmen Sie Kritik nicht persönlich! Nehmen Sie emotional einen gesunden Abstand von den Worten. So werden weniger stark berührt. Das ist leichter gesagt als getan, aber Sie können sich diese Fähigkeit antrainieren.

Beispiel: Wenn Ihr Service einmal nicht für gut empfunden wurde, ist dies lediglich eine subjektive Meinung, wie jemand die Leistung empfunden hat. Geschmäcker sind schließlich unterschiedlich. Die Kritik sagt nichts über Ihre allgemeinen Fähigkeiten und Sie persönlich als Mensch aus.

4. Ausnahmen bestätigen die Regel

Selbst bei einem persönlichen Angriff haben Sie es selbst in der Hand, wie Sie damit umgehen. Als Kränkung oder Demütigung oder lediglich als Meinung eines anderen. Gehen Sie selbst nicht zu hart mit sich ins Gericht. Schützen Sie Ihr Selbstwertgefühl!

5. Nicht jede Kritik anziehen

Nicht jede Kritik, die Sie sich anhören dürfen, ist konstruktiv und kompetent. Oftmals ist sie völlig unnötig oder der Kritiker selbst hat ein eigenes Problem aufzuarbeiten. Entscheiden Sie selbst, welche Kritik Sie annehmen möchten und welche nicht. 

 6. Keine Rechtfertigung, keine Verteidigung, keine Diskussion

Hören Sie sich die Kritik Ihres Gegenübers in Ruhe an und starten Sie keinen verbalen Gegenschlag. Atmen Sie ruhig durch! Beenden Sie das Gespräch mit einem: "Danke für den Hinweis." oder "Danke, Sie haben recht." Zeigen Sie Gelassenheit, Humor und emotionale Stärke! Sie werden über die Reaktion Ihres Kritikers erstaunt sein ;)

7. Konstruktive Kritik ist viel wert!

Konstruktive Kritik nahestehender Menschen oder Hinweise von Experten sind äußerst wertvoll! Sie können davon lernen und Ihre Leistung verbessern! Lerne von den Könnern und lasse Dich gerne von jemandem kritisieren, der es besser weiß. Leider wollen die meisten von uns lieber von den Falschen gelobt als von den Richtigen kritisiert werden.

 
8. Dickeres Fell zulegen

Sehen Sie Kritik als etwas völlig Normales an. Als belebenden Teil des Business, der Schwung ins Leben bringt und Ihnen wertvolle neue Erkenntnisse schenkt. Seien Sie auf abwertende Kritik vorbereitet! So werden Sie emotional nicht auf dem falschen Fuß erwischt und können kritische Worte mit einem Lächeln entgegennehmen.

Jemand, der souverän und gelassen mit jeder Form von Kritik umgeht, zeigt innere Stärke und hohe emotionale Intelligenz. Das verschafft Ihnen wertvolle Pluspunkte! 

 

 

Gelassenheit siegt

"Menschliches Glück stammt nicht so sehr aus den großen Glücksfällen, die sich selten ereignen, als vielmehr von kleinen glücklichen Umständen, die jeden Tag vorkommen." Benjamin Franklin

Gelassene Menschen wirken auf uns angenehm ruhig und souverän. Der Kopf wird nicht von Hektik und Angst geführt, sondern von Ruhe, Klarheit und Ordnung. Dinge, die sich nicht ändern lassen, werden als unveränderlich akzeptiert. Sie betrachten das große Ganze und regen sich nicht über Kleinigkeiten auf, die nicht funktionieren. 

Gelassene Menschen sind nur selten aus der Ruhe zu bringen und strahlen innere Sicherheit aus. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit haben diese Menschen eine vertrauenswürdige Ausstrahlung auf uns.

Gelassene Personen sparen in stress- und emotionsgeladenen Situationen wertvolle mentale Kraft. Sie gehen entspannter durchs Leben und lassen sich auch von einem vollen Terminkalender nicht über die Grenzen Ihrer Belastbarkeit hinaus treiben. Frei nach dem kölschen Motto "Et hätt noch immer immer jot jejange".

Der entspannte Umgang mit Stresssituationen führt zu einer inneren Sicherheit, die sich positiv auf das eigene Selbstwertgefühl auswirkt. Auch in problematischen Situationen bleiben gelassene Menschen stets handlungsfähig und lösungsorientiert. 

Vertrauen als wichtige Grundlage

Emotionale Ausbrüche erleben wir regelmäßig im Alltag. Denken Sie nur an die vielen Situationen im Straßenverkehr oder an der Kasse des Supermarktes. Den unbedachten Ausraster des Chefs, der das Problem zwar nicht löst, dafür aber die Stimmung seiner Mitarbeiter in den Keller schickt. Hitzköpfen empfehlen wir, in stressigen Situation erst einmal durchzuatmen und etwas Abstand zur Situation zu gewinnen. Oftmals erledigen sich die "Probleme" schneller als gedacht. Oder auch ganz von selbst.

Mentaltrainer empfehlen, mehr Vertrauen zu entwickeln. Vertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten. Selbstvertrauen ist ein wichtiger Schlüssel für Gelassenheit. Oder auch Vertrauen in die Hilfe anderer Menschen zu entwickeln. Wir müssen nicht alles alleine machen. Wie oft wurde uns in schwierigen Situationen plötzlich und unerwartet geholfen.

Studien zeigen, dass gelassene Menschen gesünder leben, mit sich zufriedener sind und die besseren Entscheidungen treffen. Gelassene sind als sozialer Ruhepol häufig in ihren Kreisen beliebt und in Führungspositionen erfolgreich. Sie wahren in kritischen Situationen die nötige Distanz zwischen sich und dem Problem und sind daher optimale und gern kontaktierte Problemlöser. 


Gelassenheit lässt sich trainieren - 15 Praxistipps

1. Negativer Gedankenkreisel! Sage Dir immer wieder das Signalwort Stopp und komme zurück in die gegenwärtige Situation. Ins Hier und Jetzt!

2. Suche Dir eine angenehme Arbeit oder ein geliebtes Hobby und vergesse dabei Ärger, Wut und Sorgen. In der Konzentration sind wir ruhig und die Stimmung steigt.

3. Lasse negative Erwartungen nach negativen Erfahrungen los. "Ich falle bestimmt wieder durch die Prüfung." kann zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Erinnere Dich lieber an die vielen Situationen, die Du im Leben erfolgreich gemeistert hast.

4. Lasse auch die Erwartungen an andere Menschen los. Diese werden oft enttäuscht. "Wer selbst viel tut und von anderen wenig erwartet, der wird wenig Kummer haben" sagt Konfuzius

5. Sei zufrieden mit dem, was Du gerade hast. Auch wenn Du noch nicht an Deinem Ziel angelangt bist. Zufriedenheit ist die Grundlage für ein glückliches und gesundes Leben. J.W. von Goethe sagte schon "Gespannte Erwartung wird selten erfüllt."

6. Nobody is perfect! Auch Du darf unperfekt sein! Perfektion ist in einigen Bereichen notwendig, in den meisten Fällen ist allerdings eher hinderlich. Ein großer Zeitfresser!

7. Lebe heute, als wäre es der einzige Tag in Deinem Leben. Was würdest Du am liebsten tun? Und genieße die Welt "noch einmal" mit allen Sinnen. Probier es aus und Dein Blick auf die Welt wird sich schlagartig ändern.

8. Besorge Dir zwei Gedanken-Schlösser. Verriegele mit einem Deine Vergangenheit und mit dem anderen die Zukunft. Viele belastende Gedanken drehen sich um Ereignisse aus unserer Vergangenheit. Lass los, Du kannst sie nicht mehr ändern. Andere Gedanken blicken sorgenvoll in die Zukunft. Diese ist allerdings ungewiss und kommt meist anders als man denkt. 

9. Frage Dich auch: Lohnt sich die Grübelei in der Vergangenheit und über die Zukunft. Nimm das Heft in die Hand! Der einzige Tag, an dem Du etwas ändern kannst ist heute! Unterscheide zwischen den Dingen die Du ändern kannst -gehe mutig voran- und den Dingen, die Du nicht ändern kannst -lasse sie los.

10. Trainiere Dir eine positive Grundhaltung und Lebenseinstellung an. Das Glas ist halbvoll! Negative Gedanken, die jeder Mensch hat, lassen sich wandeln, indem Du den Fokus auf etwas Positives lenkst. Schaue bei anderen Menschen nicht nur auf die negativen Eigenschaften, sondern auch auf die guten Seiten.

11. Weniger ist mehr! Häufig nehmen wir uns zu viel vor und ärgern uns dann am Abend, dass wir nicht Alles geschafft haben. Wir hecheln durch unsere to do Liste und können die einzelnen Tätigkeiten nicht mehr genießen. 

12. Nimm Abstand von Deiner Situation! Steige gedanklich auf einen Berg und schaue von oben auf Dein aktuelles Leben. Was läuft gut, was weniger. Im Hamsterrad rennend fehlt uns die nötige Distanz für eine gute Situationsanalyse.

13. Habe immer einen Plan B! Das macht Dich freier und Du hast im Kopf immer noch einen alternativen Weg, falls Dein Wunsch nicht klappt. Auch lässt es sich beim Kauf oder einem Bewerbungsgespräch wesentlich leichter verhandeln, wenn man noch ein zweites Ass im Ärmel hat.

14. Nehme Kritik nicht persönlich. Feedback und Kritik ist die subjektive Meinung eines Anderen über Deine Leistung oder Dein Verhalten. Lerne von den Richtigen und lasse ungerechtfertigte Kritik teflonmäßig abprallen. Wir können es nicht Allen recht machen. 

15. Stärke Dein Selbstvertrauen und Dein Selbstwertgefühl. "Ein Vogel hat niemals Angst davor, dass der Ast unter ihm brechen könnte. Nicht weil er dem Ast vertraut, sondern seinen eigenen Flügeln."

"Wer alles mit einem Lächeln beginnt, dem wird das meiste gelingen" Dalai Lama

Suche Dir für den ersten Schritt 2-3 für Dich stimmige Tipps raus und starte noch heute Dein Training. Später kannst Du in Deinem Tempo weitere Tipps hinzunehmen. Schon nach kurzer Zeit wirst Du positive Veränderungen bemerken, die Lust machen, an dem Gelassenheits-Training dranzubleiben.