Alles zu viel? Zehn Tipps bei Überforderung 

"Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Afrikanisches Sprichwort

Wenn wir im Trubel des Alltags oder bei akutem Job- oder familiären Stress an unsere psychischen und physischen Grenzen geraten, meldet sich unser Körper mit Signalen. Der Kopf fühlt sich an wie ein überlastetes Knäuel. Wir können uns nicht mehr richtig konzentrieren, reagieren ängstlich oder gereizt. Bei so Manchem spielt der Kreislauf verrückt, uns wird heiß und kalt, wir haben Magenprobleme und sind stark angespannt. Auch der nächtliche Schlaf ist häufig gestört. Manche werden zu Frustessern, während Anderen der Appetit völlig vergeht.

Die Gedanken über sich selbst und andere Menschen werden negativer und kritischer. Wenn dann noch Frustration und das Gefühl der Hilflosigkeit hinzukommen, steuern wir geradewegs in eine Depression. Am Ende fühlen uns nur noch leer und ausgebrannt. 

An den eigenen Grenzen angekommen gilt nur noch eins: Jetzt handeln!

 

10 Praxistipps zur schnellen Stabilisierung 

1. Überforderung erkennen und akzeptieren

Kritisiere Dich nicht für die Handlungen, die Dich in diese Situation gebracht haben. Verurteile Dich in dieser schwierigen Lage bitte nicht noch zusätzlich. Das macht die Umstände nicht besser. Gestehe Dir ein: "Ja, mir geht es nicht gut! Das war zu viel!"

Sag bewusst JA zu Deiner Überforderung! Nimm an, was Sache ist. Es ist wie es ist. Nur mit Deinem Eingeständnis kann die Situation überwunden werden. Eine innerlich verdrängte oder mit Mitteln betäubte Überforderung kann sich dagegen nicht bewegen und somit auch nicht auflösen. Sag JA zur Überforderung. Akzeptiere sie. Nimm sie an!

2. Entschleunigen und runterfahren

Es hilft nichts, jetzt in dem vorangegangen Tempo weiter zu machen. Dies würde Dich nur in eine noch gefährlichere Situation bringen. Fahre runter und kümmere Dich jetzt an erster Stelle um Deine Gesundheit. Wenn kein Urlaub möglich ist, gestalte Deinen Feierabend neu! Atme durch, halte inne und mach regelmäßig Pausen! Oftmals wollen wir bei größeren Projekten oder einer aktuellen Vielzahl an Aufgaben kämpfen, bis wir unser Ziel erreicht haben. Aber dann kann es gesundheitlich schon zu spät sein.

Entfliehe dem Hamsterrad! Sorge täglich für eine gute Balance aus Arbeit, einem erfüllenden Ausgleich und Ruhepausen. Ein belebender Ausgleich kann Sport und Bewegung, ein interessantes Hobby, eine Reise, Musik oder ein gutes Buch sein.

3. Überblick verschaffen

Wir haben entweder sehr viele kleine Baustellen oder stehen vor einer übermächtig erscheinenden Aufgabe, die uns innerlich lähmt. Schreibe wirklich alle Aufgaben aus dem Kopf auf ein Papier oder eine Liste, die Du später abhaken kannst. Dieser Vorgang entlastet Deinen Kopf und verschafft Dir einen Überblick. Du gewinnst neue Klarheit.

Häufig verzetteln wir uns in Multitasking oder wollen alles alleine schaffen. Wir haben den Eindruck, es allein besser und schneller erledigen zu können. Das ist eine Illusion. 

4. Prioritäten setzen

Frage Dich: Welche Aufgabe ist jetzt die Wichtigste? Dann konzentriere Dich auf diese Aufgabe und lasse andere Dinge für eine Zeit ruhen. Das verschafft Dir Freiräume für Deine Regeneration. Entscheide bewusst, welche Aufgabe(n) jetzt wirklich wichtig für Deine Ziele und Deinen Weg sind. 


5. Aufgaben delegieren

Anstatt alles allein schaffen zu wollen, empfehle ich gute Planung und Organisation! Habe Vertrauen und lasse los! Gib Aufgaben ab! Gemeinsam sind wir stark! Delegiere Arbeiten und Aufgaben an Kollegen, Freunde, Familie oder Partner. So hast Du mehr Zeit und Konzentration für Deine wirklich wichtigen Aufgaben und für Regeneration.


6. Das Gespräch suchen

Es erleichtert enorm, sich in überforderten Situationen den Frust und die Sorgen von der Seele zu reden. Rufe einen Vertrauensmenschen an oder treffe Dich mit Deinem besten Freund oder Freundin. Natürlich ist auch psychologische Unterstützung durch einen Profi empfehlenswert. Suche Dir mentale Unterstützung oder hole Dir Tipps für Deine Situation. Eine Außensicht auf Deine Lage kann wertvolle Erkenntnisse bringen. 

7. Der Erschöpfung nachgeben

Ausgebrannte Menschen müssen häufig ein großes Schlafdefizit kompensieren. Schlaf regeneriert unseren Körper und unseren Geist! Wenn Du jetzt öfter müde bist, häufiger Pausen benötigst oder einfach länger schlafen möchtest, kannst Du diesem Bedürfnis mit gutem Gewissen folgen. Schlaf ist unser wichtigster Energiespender und Grundlage für einen guten Start in den neuen Tag.

8. Die Kraft der Natur nutzen

Gehe in gestressten Phasen täglich raus in die Natur! Eine Stunde ist okay, besser ist allerdings ein Aufenthalt von 2 Stunden und mehr, wenn es sich einrichten lässt. Mache entspannte Spaziergänge im Wald oder fahre eine Runde mit dem Rad. Es lohnt sich, die Natur als sinnliches Erlebnis wahrzunehmen. Das hilft uns runterzufahren und sich selbst wieder zu finden. Je direkter der Kontakt mit der Natur ist, desto effektiver ist er!

9. Sich gut behandeln

Behandele Dich so, wie Du jetzt mit einem guten Freund/-in oder einem kleinen Kind umgehen würdest. Werde selbst Dein bester Freund. Sorge für einen positiven und aufbauenden inneren Dialog! Häufig gewinnt in Phasen der Überforderung unser innerer Antreiber und Kritiker die Oberhand. Doch Gedanken lassen sich ändern. Steuere mental bewusst mit verständnisvollen und aufbauenden Gedanken dagegen. 

10. Batterien neu aufladen und in Balance kommen

Nutze Deine persönlichen Entspannungsquellen! Neben dem Aufenthalt in der Natur kann es ein Saunabesuch, eine Meditation, eine Massage oder ein Entspannungsbad sein. Entfliehe täglich dem hektischen Treiben und finde zu innerer Ruhe. Welche individuellen Maßnahmen uns persönlich gut tun, wissen wir selbst intuitiv am besten.

 

Ich wünsche allen Betroffenen eine schnelle und erfolgreiche Regeneration! Achte auf ein gesundes Maß an Belastung und versuche, bereits bei ersten Anzeichen wieder in einen ausgeglichenen Zustand zurückzufinden. 

 

 

 

Selbstvertrauen stärken

"Ein Vogel hat niemals Angst, dass der Ast unter ihm brechen könnte. Nicht weil er dem Ast vertraut, sondern seinen eigenen Flügeln. Verliere nie den Glauben an dich selbst."

Selbstvertrauen ist die entscheidende Grundlage für ein zufriedenes, erfülltes und erfolgreiches Leben. Selbstvertrauen bedeutet, sich seiner Stärken und Fähigkeiten bewusst zu sein, mehr Mut und Zutrauen zu gewinnen und sich als wertvoller und liebenswerter Mensch zu empfinden. 

Mit wachsendem Selbstvertrauen fällt es uns zunehmend leichter, sicherer aufzutreten und unsere Zukunftsträume und Ziele zu erreichen.
 

Mache heute den ersten Schritt

Starte mit kleinen Aufgaben und Herausforderungen. Sammele Erfolgserlebnisse auf die du stolz sein kannst. Die Überzeugung in deine Fähigkeiten steigt und du wirst mutiger auch für größere Aufgaben. Wichtig: Mache heute den ersten mutigen Schritt. 

Leider gehen viele Menschen diesen ersten Schritt nicht, sondern warten erst noch auf einen besseren Moment. Das wird leider nicht funktionieren. Du musst ins kalte Wasser springen. Nach diesem Schritt blühst du immer mehr auf. Neues Selbstbewusstsein aufbauen geht über tägliches, in den Alltag eingebautes Training. Über gelebte Praxis.  

"Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten." Henry Ford 

  

Acht Schritte zu neuem Selbstvertrauen

1. Deine Schokoladenseiten erkennen

Woran hast du Spaß? Was kannst du gut? Wo liegen deine Stärken und Talente?

Stärken können sein:

Ich bin kommunikativ, humorvoll, verantwortungsbewusst, ausdauernd, sportlich, liebevoll, fürsorglich, kreativ chaotisch :-), ordentlich, zuverlässig

Ich kann gut organisieren, rechnen, Mut machen, Streit schlichten, kochen, laufen, zeichnen, handwerkern, reparieren, Kinder erziehen, Menschen führen oder betreuen

Nimm dir Zeit und schreibe mindestens 10 Stärken auf ein Papier! 


Frage dich weiterhin: Was ist mir wirklich wichtig im Leben? Schreibe spontan ebenfalls 10 wichtige Lebensthemen für dich auf.

2. Deine Stärken und Themen aktiv leben

Sieh dir eine Woche lang täglich deine Stärken und wichtigen Lebensthemen an:

- Wie kannst du deine Stärken ab jetzt noch besser zur Geltung bringen? 

- Wie kannst du zukünftig noch echter und authentischer leben?

- Und wo lebst du aktuell an deinen wahren Themen vorbei?

3. Führe täglich ein Erfolgstagebuch

Was hast du schon alles geschafft und schwierige Situationen erfolgreich gemeistert:

Schule, Ausbildung oder Studium geschafft, Kinder erzogen, Menschen gepflegt, Führerschein bestanden, berufliche Erfolge gesammelt, sportliche Leistungen und andere Vereinserfolge gefeiert, Ehrenämter übernommen, Trennungen und Krankheiten überwunden, Rückschläge erlitten und wieder aufgestanden... Meine Gratulation!!

In deinem neuen Erfolgstagebuch kommen nun täglich weitere Erfolge hinzu! Hier trägst du alles ein, was dir an diesem Tag gut gelungen ist. Das stärkt dein Unterbewusstsein! 

4. Auch Schwächen tragen etwas Gutes in sich

Schaue mehr auf deine Stärken und weniger auf deine Schwächen. Akzeptiere deine Schwächen als etwas ganz Natürliches. Sie machen uns individuell und manchmal auch sympathisch. Nobody is perfect!

Jede Medaille hat zwei Seiten und so steckt hinter jeder Schwäche auch eine Stärke.

Vergleiche dich nicht mit Anderen: Sie sind anders und nicht besser! Schaue auf DEIN großartiges Gesamtpaket und nutze es bestmöglich!

5. Hol dir die Einschätzung eines Vertrauten

Häufig sehen vertraute Menschen unsere Stärken besser als wir selbst!. Frage sie...

„Wo siehst du meine Schokoladenseiten?"

"Was macht mich charakterlich aus?"

"Was kann ich in deinen Augen besonders gut?“

Hört sich im ersten Moment vielleicht etwas merkwürdig oder sogar peinlich an. Erkläre kurz dein Anliegen und ich verspreche dir, der Andere wird völlig normal reagieren! Und sich wahrscheinlich als Berater und Ratgeber sogar ein wenig geschmeichelt fühlen. 

6. Sei verständnisvoll und ermutigend zu dir selbst

Wichtig für den Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens sind positive innere Dialoge. In Gedanken und Worten. Sage dir beispielsweise

"Ich schaffe das!"

„Ich bin gut genug! Genau so, wie ich bin.“

„Ich bin zufrieden mit meiner Entwicklung und werde jeden Tag besser.“ 

"Ich vertraue mir und meinen Fähigkeiten."

"Ich darf Fehler machen und bin trotzdem okay."

"Ich bin ein wertvoller Mensch."

"Ich lerne hinzu und mache täglich neue Erfahrungen."

"Ich habe es früher so gut gemacht, wie ich konnte. Heute mache ich es eben besser."

7. Lasse Erwartungen los

Häufig haben wir strenge Anforderungen und Erwartungen an uns selbst. Wir wollen dem gerecht werden, was uns auf Hochglanzbildern vorgelebt wird. Wir wollen Erfolg, eine perfekte Partnerschaft, einen perfekten Körper, Kraft und Energie in jeder Minute.

Und scheitern genau daran doch so häufig.

Wer auf diesem Weg nicht weiter gekommen ist, dem rate ich zu einer neuem Strategie. Weniger hart und streng zu selbst zu sein, sich weniger zu kritisieren und die strengen Ansprüche und Erwartungen an sich selbst und andere Menschen fallen zu lassen.

Nimm dir den Druck! Denn Druck macht müde, energielos und auf Dauer krank! 

Schreibe auf ein post-it oder gerne auch an deinen Spiegel: Ich bin gut genug! Oder auf englisch: I'm good enough!

 
8. Eins - zwei - Jetzt :-)

Stelle dich jeden Tag einer Situation. Traue Dir neue Dinge zu und deine Komfortzone wird jeden Tag ein kleines Stückchen größer!

- Ich melde mich heute in der Sitzung oder im Unterricht zu Wort.

- Ich traue mich heute, auch mal "nein" zu sagen.

- Ich gehe heute Abend als Erste(r) auf die Tanzfläche.

Denke nicht lange nach, sondern gehe mutig voran. Sage dir eins - zwei - Jetzt :-)

Je länger wir nachdenken, desto mehr liefert uns unser Verstand Argumente, es lieber nicht zu tun. Daher starte mutig innerhalb der ersten drei Sekunden. 


Selbstvertrauen muss langsam reifen. Du machst auf deinem Weg viele bestärkende und positive Erfahrungen und sammelst persönliche Erfolgserlebnisse! Das macht dich Tag für Tag innerlich stärker und freier. 

 

 

 

Stress ade: Meine Top 12 Nervennahrung

"Gesundheit hat viel mit selber ausprobieren zu tun. Wenn etwas nicht funktioniert, dann probiere etwas anders. Und wenn es hilft, dann mach mehr davon." D. Albisser

Stress erhöht den Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Damit unser Immunsystem reibungslos funktionieren kann, raten Experten, den Speicher rasch wieder aufzufüllen. Gerade an stressigen Tagen hat unser Körper einen erhöhten Nährstoffbedarf an den lebenswichtigen Vitaminen B, C und E sowie den antistress Mineralstoffen Magnesium, Kalium, Selen, Eisen, Kupfer, Mangan und Zink. Sie stärken unser Nervensystem und schützen uns wirksam vor erhöhter Reizbarkeit, Müdigkeit und Antriebsschwäche.

Gesunde Energielieferanten für unser Gehirn

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren bringen nicht nur Power, sie wirken sich auch günstig auf unsere Gehirnfunktionen aus. Omega-3-Fettsäuren sind lebenswichtige Bausteine für unsere Nervenzellen, die der Körper nicht alleine produzieren kann. Die Zufuhr über unsere Nahrung ist daher unerlässlich.

Omega-3-Fettsäuren finden wir in Fischarten, wie Lachs, Makrele und Hering. Ferner in Raps- und Walnussöl sowie in gesundem Leinöl. Müslifreunden empfehle ich Chia-, Hanf- und Leinsamen. Auch Walnüsse enthalten diesen gesunden Energieträger und sind daher als Snack eine sehr gute Wahl. Und vielleicht überraschend: Auch in grünem Blattgemüse, Salat, Kräutern und Wildkräutern stecken wertvolle Omega-3-Fettsäuren.

 

Top 12 bei Stress und hoher Leistungsanforderung

1. Nüsse, Samen und Kerne

Ein gut sortierter Nussmix ist die perfekte Gehirn- und Nervennahrung. Ob Walnüsse, Cashews, Haselnüsse, Mandeln oder Paranüsse. Auch Pistazien als Feierabendsnack sind sehr zu empfehlen. Dazu ein paar gesunde Rosinen. All diese Energiespender enthalten sehr viele nerven- und konzentrationsstärkende Vitamine und Mineralstoffe. 

Auch Samen und Kerne beinhalten viele wertvolle Nährstoffe und Mikronährstoffe für ein starkes Nervenkostüm. Samen und Kerne, wie Leinsamen, Sesam, Chia-Samen, Hanfsamen, Sonnenblumenkerne oder gesunde Kürbiskerne sind wahre Booster für dein morgendliches Müsli oder deinen abendlichen Salat. Gesunde Superfoods!


2. Müsli und Vollkorn

Wer Vollkornbrot oder Vollkornbrötchen, Vollkornflocken im Müsli oder Naturreis im Mittagsgericht zu sich nimmt, kommt sicher auch mit Schwung durch den Tag. Vollkorn versorgt unser Gehirn über einen langen Zeitraum gleichmäßig mit Energie. Auch der gesunde Energieschub vom Hafer hält lange vor und schützt vor Heißhungerattacken! 

Wie wäre es zum Frühstück mit einem Müsli und Haferflocken? Mit Milch, Quark oder Naturjoghurt. Magerquark lässt sich mit Mineralwasser cremig aufschlagen. Das Eiweiß schenkt uns wertvolles Kalzium und Magnesium. Ohne Eiweiß kein Gedanke sagt ein weiser Spruch!

3. Bananen

Bananen sind echte Glücksbringer :-) Sie enthalten viel Tryptophan, eine Aminosäure, die unser Körper zu dem Glückshormon Serotonin umwandelt. Dazu Vitamin B6 und die Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Phosphor. Zum Vitalstart in den Tag oder als Powersnack am Nachmittag für die zweite Halbzeit ein hochkarätiger Energiespender.

Und wirf bitte die braunen Bananen nicht weg! Braune Bananen sind reife Bananen und nochmals deutlich gesünder als im gelben Zustand. Die Banane gilt als Superfrucht und perfektes Lebensmittel, das den Körper mit allem versorgt, was er braucht.


4. Fische mit Omega 3

Fettreiche Fischarten, wie Lachs, Hering, Thunfisch, Sardelle, Sardine und Makrele sind reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Die positive Wirkung auf unser Gehirn und unsere Nervenzellen wurde oben bereits erläutert. Führende Ernährungsexperten und Ärzte raten zu mehreren Fischmahlzeiten in der Woche. Generell ist Fisch sehr gesund!

5. Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Bohnen oder Linsen enthalten besonders viele wertvolle Proteine. Deren Aminosäuren sind wichtige Baustoffe, die dem Körper regelmäßig zugeführt werden müssen. Insbesondere bei starker geistiger und körperlicher Anstrengung. Wie wäre es mit einer deftigen Linsen-, Bohnen- oder Erbsensuppe? Oder leckerem Hummus aus Kichererbsen, das sich positiv auf den Schlaf auswirkt.

6. Pflanzenöle geben den Kick

Wertvolle Fettsäuren unterstützen unser Nervensystem. Rapsöl, Kokosöl, Sesamöl, Olivenöl zum Kochen und Braten oder Walnussöl, gutes Leinöl und Kürbiskernöl für kalte Speisen geben den Gerichten den entscheidenden Vitalkick. Sie können auch täglich einen Löffel Hanföl mit dem besten Omega 3-6-9 Verhältnis zu sich nehmen.

7. Beeren stark

Eine gesunde Nervenstärkung im Obstsalat, im Dessert oder im morgendlichen Müsli bilden frische Beeren. Erdbeere, Heidelbeere, Himbeere, Brombeere, Johannisbeere, Stachelbeere, Holunder oder Aroniabeere. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

8. Avocado

Die Avocado ist ein Wundermittel gegen Stress. Sie liefert unserem Gehirn Energie und bringt uns auf gedankliche Höchstleistung. Vitamin B1, Magnesium und Kalium tragen zu einer Steigerung der Konzentration und zur Stabilisierung des Nervensystems bei. 

9. Paprika

Paprika enthält rund doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen. Insbesondere roter Paprika liefert sehr viel gesundes Karotin, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Eine super Kombination zur Bekämpfung aufkommender Müdigkeit am Nachmittag!

10. Take five: Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Spinat, Süßkartoffel

Dank ihres hohen Anteils an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen fünf echte Abwehrbollwerke für unser Nervensystem. Zubereitungstipp: Spinat und Kohl gerne dünsten statt zu kochen. So bleiben besonders viele Nährstoffe erhalten. Top gesund!

11. Dunkle Schokolade

Kakao ist gerade in dunklen Wintermonaten als Glücksspender bekannt. Kakao macht nicht nur glücklich, es beruhigt und senkt die Produktion des Stresshormons Cortisol. Der Eiweißbaustein Tryptophan wirkt zudem ausgleichend in stressigen Situationen. Probieren Sie zur Abwechslung mal eine gute Schokolade mit 70 - 80 % Kakaoanteil.

12. Kaffee

Diese Information verwundert sicherlich viele Leser, aber es stimmt tatsächlich: Koffein in Maßen getrunken ist wirksam gegen Stress. Es blockiert die Bindungsstelle für die Substanz Adenosin, die für die Entstehung von Stresssymptomen bekannt ist. Wer nicht mehr als drei Tassen pro Tag trinkt, der leistet für sich einen nervenschonenden Beitrag.

 

  

 

Selbstfürsorge praktizieren

"Wer sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren."
Stefan Zweig


Empfinden wir nur wenig Wertschätzung für uns selbst, fällt uns die Wertschätzung Anderer auch nicht leicht. Wenn wir lernen, uns zuerst selbst zu akzeptieren und zu mögen, wie wir sind, dann fällt uns der Umgang mit anderen Menschen leichter.

Selbstakzeptanz und Selbstfürsorge haben somit nichts mit Egoismus zu tun. Es geht um eine leise innere Stimme, die uns sagt: "Du bist okay! Genau so, wie Du bist!" Es lohnt sich, diese leise innere Stimme zu fördern und zu bestärken! Frage Dich: Was kann ich gut? Was tut mir gut? Und nicht zuletzt: Was macht mich als Mensch wertvoll?"

Wer auf diese Fragen eine Antwort kennt, hat festen Boden unter den Füßen. Ein sicheres Fundament, welches auch Erschütterungen aushält. Ein starkes Selbst ist ein Garant für Zufriedenheit, Gesundheit und Erfolg!

Selbstakzeptanz ist Grundlage für stabile Beziehungen und für das Erreichen unserer Ziele. Wir müssen uns zuerst gut um uns selbst kümmern, um zu innerer Stabilität, Energie und guter Gesundheit zu gelangen.
 

Der Weg zu einer gesunden Selbstfürsorge

  • Ich darf meine Wünsche und Bedürfnisse äußern
  • Ich darf Komplimente annehmen
  • Ich darf mich mögen und wichtig nehmen
  • Ich erlaube mir, NEIN zu sagen
  • Ich darf Forderungen stellen
  • Ich sage meine Meinung, auch wenn sie nicht jedem gefällt
  • Ich darf Schwächen zeigen und Fehler machen und bin trotzdem okay

 

Zitate zur Selbstfürsorge, die ich beim Glücksdetektiv auf YouTube gefunden habe:

"Der größte Schmerz und das intensivste Leiden werden durch den andauernden inneren Krieg verursacht, den Du gegen Dich selbst führst." Frank Lobsiger

"Du bist mutiger als Du glaubst, stärker als Du scheinst und intelligenter als Du denkst." Alan Alexander Milne

"Weil wir von unserem "Scheiß" 100 Prozent mitbekommen, von dem Scheiß, den die anderen im Kopf haben, aber nur 50 Prozent, denken wir: Wir sind doppelt so scheiße wie die! Sind wir aber nicht. Ein simpler Rechenfehler." Eckhart von Hirschhausen

"Ich habe damals getan, was ich konnte. Jetzt kann ich mehr und mache es eben besser." Maya Angelou

"Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft." Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Wer einmal zu sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren." Stefan Zweig

 

Abschließend noch ein Gedicht von Charlie Chaplin, welches er im weisen Alter von 70 Jahren geschrieben hat:

Als ich begann, mich selbst zu lieben, erkannte ich, dass Schmerz und emotionales Leid nur Warnzeichen dafür sind, dass ich dabei war, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das ist Authentizität.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden verletzen kann, wenn ich versuche, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war und die Person nicht bereit dafür war, obgleich ich selbst diese Person war. Heute nenne ich es Selbstachtung.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, habe ich aufgehört, nach einem anderen Leben zu verlangen, und konnte sehen, dass alles, was mich umgab, mich einlud zu wachsen. Heute nenne ich es Reife

Als ich begann, mich selbst zu lieben, habe ich verstanden, dass ich in jeder Lebenslage, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin, und alles geschieht im absolut richtigen Moment. Also konnte ich ruhig sein. Heute nenne ich es Selbstvertrauen.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, hörte ich auf, mir meine eigene Zeit zu stehlen, und ich hörte auf, riesige Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Wonne und Freude bereitet. Dinge, die ich liebe und die mein Herz zum Lachen bringen. Und ich tue sie auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus. Heute nenne ich es Einfachheit.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist. Von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, was mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, hörte ich auf, zu versuchen, immer Recht zu haben, und seitdem habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich entdeckt, das ist Bescheidenheit.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, weigerte ich mich, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur im jetzigen Moment, in dem alles geschieht. Heute lebe ich jeden einzelnen Tag, Tag um Tag, und ich nenne es Erfüllung.

Als ich begann, mich selbst zu lieben, da erkannte ich, dass mich mein Verstand durcheinanderbringen und krank machen kann. Aber als ich mich mit meinem Herzen verband, wurde mein Verstand zu einem wertvollen Verbündeten. Heute nenne ich diese Verbindung Weisheit des Herzens.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten oder irgendwelcher Art Probleme mit uns selbst oder anderen zu fürchten. Sogar Sterne kollidieren, und aus ihrem Zusammenprall werden neue Welten geboren.

Heute weiß ich, das ist Leben!  

 

 

 

Loslassen lernen

"An seinem Ärger festzuhalten ist genauso, wie eine glühende Kohle in die Hand zu nehmen, um sie nach jemandem zu werfen. Du bist derjenige, der sich verbrennt." 

Loslassen beginnt mit Akzeptieren

Wenn Du ein neues erfolgreiches Kapitel in Deinem Leben schreiben möchtest, lasse Vergangenes los. Loslassen bedeutet, negative Erlebnisse zu akzeptieren. Sage Ja zu Deiner Vergangenheit und akzeptiere sie so wie sie war. Deine Vergangenheit bestimmt nicht Deine Zukunft. Dafür kannst Du Dich ab sofort aktiv und bewusst entscheiden. 

Sage auch ja zu momentan belastenden Situationen und Gedanken. Akzeptiere diese genau so, wie sie sich aktuell darstellen. Klingt paradox, da Du sie ja nicht möchtest. Akzeptieren ist der entscheidende erste Schritt, dass sich die Situation wandeln kann. Denn nur was bejahend akzeptiert und angenommen wurde, kann losgelassen werden.

"Loslassen bedeutet, die Vergangenheit als Teil Deiner Geschichte zu akzeptieren und gleichzeitig zu entscheiden, dass Du jetzt eine neue Geschichte zu schreiben beginnst." Glücksdetektiv

So lässt das Erlebte DICH los

Diesen Frieden finden wir, wenn wir schmerzhafte Erlebnisse und Erfahrungen genau so annehmen, wie sie sind. Dabei können wir uns und Anderen vergeben, damit es wieder friedlich in uns werden kann. Dann lässt uns die schwierige Situation selbst los und wir können den schweren Rucksack ausziehen.

Gerade sehr schwere Schicksale und Ereignisse lassen sich nicht einfach loslassen, denn sie kleben fest an uns. Solange, bis wir sie akzeptierend angeschaut und Frieden mit ihnen geschlossen haben. Es geht nicht darum, alles Erlebte und Erfahrene gut zu heißen. Es geht um das Loslassen durch eine bejahende Annahme von dem, was ist.

"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." Reinhold Niebuhr


Lebe hier und heute

Viele unserer täglichen Gedanken drehen sich sorgenvoll um unsere Vergangenheit oder richten sich mit ängstlichem Blick in die Zukunft. Nicht selten steigern wir uns in Gedankenspiralen und machen im wahrsten Sinne aus einer Mücke einen Elefanten. Lasse negative Gedanken vor Deinem inneren Auge wie dunkle Wolken davonziehen.

Die Vergangenheit ist vorbei und lässt sich auch mit viel Grübeln nicht mehr ändern. Und die Zukunft ist noch nicht da und geschieht meist anders als von uns erwartet. 

 

Neun Tipps für ein erfolgreiches Loslassen

1. Sage Stopp

Wenn wir an einem Gedanken festhaften und ihn nicht loswerden können, unterbreche diesen aufkommenden Gedanken mit dem Wort Stopp. Sage immer wieder Stopp und kehre zurück zum jetzigen Alltagsmoment. Wir reagieren sehr sensibel auf dieses Wort, da wir bereits während unserer Erziehung häufig mit dem Wort konfrontiert wurden.

2. Probleme aus dem Kopf schreiben

Nimm Dir einen Stift und ein leeres Blatt und fange an, Dein Problem aufzuschreiben. Nicht selten reiht sich ein Satz an den nächsten... Vieles ist garnicht so aussichtslos, wie es anfangs erscheint. Beim Aufschreiben erhalten wir Klarheit und erste Lösungen für unser Problem. Es reicht nicht, im Kopf darüber nachzudenken. Probiere es aus!

3. Gib Dir Zeit

Schwierige Situationen, wie der Verlust eines lieben Menschen, brauchen Zeit der inneren Verarbeitung. Diese Zeit lässt sich nicht abkürzen. Gib Dir diese Zeit. Viele Menschen ziehen sich in schweren Zeiten zurück. Suche weiterhin Kontakt und aufbauende Gespräche. Diese können dir helfen, Deine Situation zu erleichtern und Dich neu aufbauen.

4. Auf den Atem konzentrieren

Dieser Uralt-Tipp ist einer der besten und bewährtesten! Wer es schafft, sich auf seinen Atem zu konzentrieren, befindet sich in seiner inneren Mitte. Atme durch die Nase tief in Deinen Bauch ein. Und durch den Mund langsam wieder aus. Spüre Deinen Atem! Atme Deinen gesamten Stress aus und fühle Dich freier.

5. Wie beim ersten Mal

Gerade in stressigen Situationen oder bei Lampenfieber vor einem Auftritt ein probates Mittel. Schaue Dich um und tue so, als würdest Du die Welt um Dich heute herum zum ersten Mal sehen. Schaue auf herbstliche Bäume, braun gepflasterte Wege, eine blaue Tür, eine grüne Mineralwasserflasche oder eine gelb gestrichene Wand. Beobachte genau und komme schon nach wenigen Momenten in eine ruhigere Gedankenwelt.

6. Geräusche neu wahrnehmen 

Nimm Geräusche, die eben noch als störend empfunden wurden, wohlwollend und annehmend auf. Den Baustellenlärm, die Straßenbahn, die Gespräche der Passanten. Empfange die zuvor als Lärm empfangenen Töne wie eine Art Musikstück. Anstelle von Herzrasen und innerer Unruhe gesellt sich nun eine Art innerer Gleichmut. 

7. Anspannen und entspannen

Wenn Du eine starke Anspannung spürst oder Emotionen Dich zu übermannen drohen, kannst Du diesen Tipp nutzen. Spanne einzelne Muskelgruppen für 10 Sekunden an. Drücke die Füße tief in den Boden, spanne Arme, Schultern, Bauch und Po fest an. Spanne auch Deine Gesichtsmuskeln an. Oder drücke mit den Händen für ein paar Sekunden fest gegen eine Wand. Nach der kurzen Anspannung folgt die Entspannung.

8. Weitere Entspannungstechniken

Mir persönlich haben Meditationen, Autogenes Training und Fantasiereisen sehr dabei geholfen, Abstand von den kreisenden Gedanken im Kopf zu gewinnen. Und nach und nach loszulassen. Suche Dir eine Übung ganz nach Deinem Gusto. Eine, die zu Dir passt. Neben Atem- und Achtsamkeitsübungen sind auch Yoga, Tai Chi und Qi Gong empfehlenswert. Bewegung und leichter Sport in der Natur oder ein Saunabesuch haben ebenfalls eine wunderbar entspannende Wirkung. Wähle das, was Dir gut tut.

9. Feierabendrituale 

Feierabendrituale sind ein probates Mittel, um schnell vom Alltag loslassen zu können. Wichtige Vorbereitungen für den nächsten Morgen können wir bereits jetzt erledigen. Und auch die To do Liste für den nächsten Tag noch vor dem Feierabend erstellen. Somit schreibst Du die Themen aus dem Kopf und der Abend kann entspannt starten.

Den Heimweg kannst Du bereits zur positiven Einstimmung auf den Feierabend nutzen. Beliebte Feierabendrituale zum Abschalten sind der Spaziergang an der frischen Luft, Sport oder gesellige Abende mit Freunden. Wie wäre es im Sommer mit einer frischen Dusche und im Winter mit einem Entspannungsbad? Wähle eine regelmäßige Aktivität, bei der Du gezielt loslassen kannst.