Wir sind alle Gewohnheitstiere

„Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man Muss sie die Treppe hinunterprügeln, Stufe für Stufe.“ – Mark Twain

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir nutzen sehr gerne die gleichen Alltagsroutinen. Das beginnt schon beim Aufstehen, geht über das Frühstück und den Ablauf im Bad. Auch am Tag und nach Feierabend lieben wir unsere Gewohnheiten. Sie sind es, die uns Orientierung geben und dem Tag Ordnung und Struktur.

Der Mensch das Gewohnheitstier

Unser Verstand mag grundsätzlich keine Veränderung, da er unsere Existenz absichern und uns vor Gefahren schützen möchte. Ob im Job, beim Sport oder beim Abnehmen... Dein Kopf wird dir zahlreiche Gründe nennen, weshalb du das Alte beibehalten solltest.

Zu Beginn braucht es eine ausdrückliche Bereitschaft zur Veränderung. Ein inneres Ja! Nicht selten geht einer Veränderung ein einschneidendes Erlebnis voraus, das uns zum Umdenken bringt. Eine schwere Krankheit, der Verlust des Jobs oder eine Trennung.

Same procedure as every day James!

Mehr als zwei Drittel unserer Alltagsabläufe sind Gewohnheiten. Sie laufen unbewusst ab und sparen Gehirn und Körper wertvolle Energie. Überlege dir einmal, Du müsstest jeden Alltagsschritt neu überdenken. Du würdest jedes Mal nachdenken müssen, wie du Auto fährst, deinen Kaffee kochst oder dein Smartphone bedienst. Unser Gehirn liefe ständig auf Hochtouren.

Gewohnheiten und Routineabläufe verlangen deutlich weniger Anstrengung von uns. Daher lieben wir es, Dinge zu automatisieren. Wenn wir Abläufe oft genug wiederholen, wandern sie in den Autopiloten unseres Gehirns.
 

Die Fingerabdrücke unserer Persönlichkeit

Unser Autopilot kann nicht zwischen sogenannten guten und schlechten Gewohnheiten unterscheiden. Die gute Nachricht: Wir können alte Gewohnheiten durch neue ersetzen.

Gewohnte Alltagsroutinen zu verändern geht allerdings nicht von heute auf morgen. Es braucht Zeit. In der Regel mindestens ein bis zwei Monate, wenn wir am Ball bleiben. 
Erst wenn der innere Schweinehund mit Disziplin besiegt ist, geht es leichter.

Es ist vergleichbar mit einer Rakete: Für den Start benötigt sie viel Schub, Energie und Treibstoff. Im All angekommen fliegt sie dann mühelos fast wie von alleine.

So verläuft auch der Weg hin zu einer neuen Alltagsroutine. Halte durch bis die Veränderung müheloser Teil deines täglichen Lebens geworden ist. Die richtigen Gewohnheiten sind der Schlüssel für ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Leben. Sie führen dich automatisch ans Ziel.


Raus aus den Ruinen unserer Gewohnheiten

Schlechte Angewohnheiten warten auf einen Auslöser: Zum Beispiel den Feierabend. Dann freut sich das Herrchen vom Schweinehund auf die verdiente Belohnung. Diese kann sein: Coach, Fernsehen, Pizza und Bierchen.

Eine andere Belohnung könnte sein: Eine Runde an die frische Luft, Freunde treffen und etwas Frisches und Leckeres kochen.

Wir entscheiden selbst, wie unsere Alltagsroutinen aussehen. Frei nach unserer Wahl. Mit unterschiedlichen Auswirkungen auf unsere Zufriedenheit, Vitalität und Erfolg.

Erfolgreiche Menschen denken langfristig und weniger an rein kurzfristiges Vergnügen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine neue Gewohnheit?

Forschungen zeigen: Schon nach 72 Stunden ist die Motivation wieder aus unserem Kopf verschwunden. Neue aktuellere Themen haben diesen Platz eingenommen. Du wirst den ersten Schritt wahrscheinlich nicht mehr tun.

Daher beginne innerhalb der nächsten drei Tage. Idealerweise heute! Ich wünsche dir viel Erfolg auf dem Weg zur neuen Gewohnheit.

  

Fünf Tipps für neue Routinen und Gewohnheiten

1. Stelle dir folgende fünf Fragen

  1. Was willst du konkret bis wann erreichen?
  2. Wie soll deine neue Gewohnheit aussehen?
  3. Kannst du dir diese Routine dauerhaft in deinem Leben vorstellen?
  4. Was hält dich bislang von der Umsetzung ab?
  5. Welche attraktive Belohnung erhätst du mit der neuen Routine?

2. Gewusst wie

Informiere dich über deine neue Routine und hole dir Tipps von guten Experten. Beispielsweise zu Fitness und Gesundheit.


3. Gehe deinen Weg

Die meisten Veränderungen scheitern am Umfeld. Umgib dich mit den passenden Menschen, denn Gewohnheiten verbinden. Sowohl die Guten als auch die Schlechten. Suche dir Verbündete, die das gleiche Ziel verfolgen.


4. Bleibe am Ball

Arbeite immer nur an einer Veränderung. Sonst verzettelst oder überforderst du dich. Setze die neue Gewohnheit konsequent und diszipliniert um. Bleibe am Ball.


5. Zeige Verständnis für dich selbst

Sei nicht zu streng zu dir auf dem Weg zur neuen Routine und baue nicht zu viel Druck auf. Willenskraft ist wie ein Muskel, der sich erschöpft. Neue Routinen, verbunden mit einer positiven Einstellung, Freude und einer gewissen Leichtigkeit sind erfolgreicher.