Umgang mit negativen Menschen

Halte Dich von negativen Menschen fern. Sie haben ein Problem für jede Lösung. Albert Einstein 

Wir alle haben täglich unzählige Gedanken und das menschliche Gehirn tendiert leider in der Mehrzahl zu negativen Gedanken. Gedanken von Unzufriedenheit, Sorgen, Wut, Angst oder Neid. Daher kennen wir alle negative Stimmungen und Gefühlszustände.

Die Dosis macht es

Mal Jammern oder Dampf ablassen gehören daher zum ganz normalen Leben dazu. Deshalb geht es hier nicht um normale Stimmungen, sondern um eine tiefer liegende negative Grundhaltung, aus der manche Menschen kaum noch herausfinden. 

Dauerhafte Negativität beeinflusst nicht nur die eigene Stimmung im Leben. Es wirkt sich auch massiv auf alle zwischenmenschlichen Kontakte aus. Jammern und Nörgeln ist anstrengend, zieht herunter und ist dazu noch ansteckend. Es fällt schwer, sich dem auf Dauer zu entziehen.

Wir merken in der Regel schnell, ob jemand eine einladend positive Ausstrahlung hat oder uns in seinen negativen Bann ziehen möchte. Wenn ein solcher Kontakt dann regelmäßig ansteht, spüren wir schon vorher das Unwohlsein vor der Begegnung mit dem klagenden oder anfeindenden Menschen. Es kostet enorme Kraft und Energie.

Nimm dein Leben in die Hand 

Wenn wir oft jammern oder klagen, übergeben wir anderen Menschen Macht über uns. Wir selbst werden zu Opfern. Ein vermeintlich unfaires System werden wir sicherlich nicht ändern können. Wohl aber können wir unseren eigenen positiven Beitrag leisten. Wir können so unsere Talente, Wissen und Fähigkeiten erfolgreich in die Welt bringen. Das ist persönlich erfüllend und gute Beiträge werden über kurz oder lang honoriert.

Eine passionierte Pflegeschwester ändert vielleicht nicht das gesamte Pflegesystem, macht mit ihrer Empathie und guten Laune allerdings den Lebensabend von vielen Menschen auf ihrer Station angenehmer. Und wird so selbst motivierter und glücklicher.

Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. Unbekannt

 

Sechs Strategien für einen erfolgreichen Umgang 

1. Abstand gewinnen

Regelmäßige Begegnungen mit negativen Menschen tun uns nicht gut. Wenn möglich können wir freundlich grüßen und weitergehen. Im Bereich Social Media können wir uns über die angebotenen technischen Möglichkeiten auch von diesen Kontakten lösen. 

Du kannst negative nicht durch deine Positivität verändern. Sei höflich, tritt zur Seite und lass das Leben ihr Lehrer sein. Unbekannt


2. Dampf ablassen lassen

Manchmal genügt es, wenn wir einem negativen Menschen erlauben, seine schlechte Laune und aufgestauten Gefühle loszuwerden. Höre dem anderen wertschätzend und empathisch zu. Zeige Verständnis für seine Lage, springe aber nicht auf den negativen Zug auf. Wenn der Dampf verraucht ist, kann über einen Schwenk zu positiven Themen zurückgefunden werden. Dann entspannt sich die Situation von ganz alleine.

3. Biete deine Hilfe an

Nachdem wir uns Kritik und Wut angehört haben, können wir dem Klagenden auch unsere Hilfe anbieten. Damit rechnet er am wenigsten und ist häufig verblüfft. Frage ihn: Was kann ich für Dich tun? Bei einem ernsten Anliegen wird er sich über Deine Hilfe sehr freuen. Oder es war nur heiße Luft und er freut sich dennoch über Deine Reaktion.

4. Vom Kläger zum Problemlöser

Nachdem wir uns die Klagen angehört haben, können wir fragen: Was wirst du jetzt in dieser schwierigen Situation unternehmen? Sein Gehirn schaltet dann idealerweise um in den Lösungsfindungsmodus und entwickelt eine konstruktive Idee für seine Situation.

5. Offen ansprechen

Wenn wir negative Menschen regelmäßig um uns haben und alle Versuche zu einem verträglichen Miteinander scheitern, hilft nur noch die direkte Konfrontation. Sprechen Sie dabei in „Ich-Botschaften“, wie „Ich erlebe Dich häufig wütend und unzufrieden und das zieht mich selbst mit herunter.“ Vielen ist das eigene destruktive Auftreten gar nicht bewusst und über eine direkte Ansprache kann es offengelegt und geklärt werden.


6. Eigene Energie schützen

Menschen, die beruflich regelmäßig Beschimpfungen und Kritiken fremder Menschen ausgesetzt sind, sollten versuchen, die eigene positive Laune energetisch zu schützen. Dies können wir über einen imaginären Raum schaffen, der uns in unserer Vorstellung umgibt und in den keine negativen Einflüsse eindringen können. Kleinere Störenfriede kann man mit einem tiefen Atemzug auch  "bewusst wegatmen". Zahlreiche berühmte Menschen des öffentlichen Lebens arbeiten erfolgreich mit solchen Mentaltechniken. Dieser Schutzraum stärkt und stabilisiert uns und wir bleiben gelassen und zentriert.