Umgang mit negativen Menschen

Halte Dich von negativen Menschen fern. Sie haben ein Problem für jede Lösung. Albert Einstein 

Wir alle haben täglich unzählige Gedanken und das menschliche Gehirn tendiert leider in der Mehrzahl zu negativen Gedanken. Gedanken von Unzufriedenheit, Sorgen, Wut, Angst oder Neid. Daher kennen wir alle negative Stimmungen und Gefühlszustände.

Die Dosis macht es

Mal Jammern oder Dampf ablassen gehören daher zum ganz normalen Leben dazu. Deshalb geht es hier nicht um normale Stimmungen, sondern um eine tiefer liegende negative Grundhaltung, aus der manche Menschen kaum noch herausfinden. 

Dauerhafte Negativität beeinflusst nicht nur die eigene Stimmung im Leben. Es wirkt sich auch massiv auf alle zwischenmenschlichen Kontakte aus. Jammern und Nörgeln ist anstrengend, zieht herunter und ist dazu noch ansteckend. Es fällt schwer, sich dem auf Dauer zu entziehen.

Wir merken in der Regel schnell, ob jemand eine einladend positive Ausstrahlung hat oder uns in seinen negativen Bann ziehen möchte. Wenn ein solcher Kontakt dann regelmäßig ansteht, spüren wir schon vorher das Unwohlsein vor der Begegnung mit dem klagenden oder anfeindenden Menschen. Es kostet enorme Kraft und Energie.

Nimm dein Leben in die Hand 

Wenn wir oft jammern oder klagen, übergeben wir anderen Menschen Macht über uns. Wir selbst werden zu Opfern. Ein vermeintlich unfaires System werden wir sicherlich nicht ändern können. Wohl aber können wir unseren eigenen positiven Beitrag leisten. Wir können so unsere Talente, Wissen und Fähigkeiten erfolgreich in die Welt bringen. Das ist persönlich erfüllend und gute Beiträge werden über kurz oder lang honoriert.

Eine passionierte Pflegeschwester ändert vielleicht nicht das gesamte Pflegesystem, macht mit ihrer Empathie und guten Laune allerdings den Lebensabend von vielen Menschen auf ihrer Station angenehmer. Und wird so selbst motivierter und glücklicher.

Ein positiv denkender Mensch weigert sich nicht das Negative zur Kenntnis zu nehmen. Er weigert sich lediglich, sich ihm zu unterwerfen. Unbekannt

 

Sechs Strategien für einen erfolgreichen Umgang 

1. Abstand gewinnen

Regelmäßige Begegnungen mit negativen Menschen tun uns nicht gut. Wenn möglich können wir freundlich grüßen und weitergehen. Im Bereich Social Media können wir uns über die angebotenen technischen Möglichkeiten auch von diesen Kontakten lösen. 

Du kannst negative nicht durch deine Positivität verändern. Sei höflich, tritt zur Seite und lass das Leben ihr Lehrer sein. Unbekannt


2. Dampf ablassen lassen

Manchmal genügt es, wenn wir einem negativen Menschen erlauben, seine schlechte Laune und aufgestauten Gefühle loszuwerden. Höre dem anderen wertschätzend und empathisch zu. Zeige Verständnis für seine Lage, springe aber nicht auf den negativen Zug auf. Wenn der Dampf verraucht ist, kann über einen Schwenk zu positiven Themen zurückgefunden werden. Dann entspannt sich die Situation von ganz alleine.

3. Biete deine Hilfe an

Nachdem wir uns Kritik und Wut angehört haben, können wir dem Klagenden auch unsere Hilfe anbieten. Damit rechnet er am wenigsten und ist häufig verblüfft. Frage ihn: Was kann ich für Dich tun? Bei einem ernsten Anliegen wird er sich über Deine Hilfe sehr freuen. Oder es war nur heiße Luft und er freut sich dennoch über Deine Reaktion.

4. Vom Kläger zum Problemlöser

Nachdem wir uns die Klagen angehört haben, können wir fragen: Was wirst du jetzt in dieser schwierigen Situation unternehmen? Sein Gehirn schaltet dann idealerweise um in den Lösungsfindungsmodus und entwickelt eine konstruktive Idee für seine Situation.

5. Offen ansprechen

Wenn wir negative Menschen regelmäßig um uns haben und alle Versuche zu einem verträglichen Miteinander scheitern, hilft nur noch die direkte Konfrontation. Sprechen Sie dabei in „Ich-Botschaften“, wie „Ich erlebe Dich häufig wütend und unzufrieden und das zieht mich selbst mit herunter.“ Vielen ist das eigene destruktive Auftreten gar nicht bewusst und über eine direkte Ansprache kann es offengelegt und geklärt werden.


6. Eigene Energie schützen

Menschen, die beruflich regelmäßig Beschimpfungen und Kritiken fremder Menschen ausgesetzt sind, sollten versuchen, die eigene positive Laune energetisch zu schützen. Dies können wir über einen imaginären Raum schaffen, der uns in unserer Vorstellung umgibt und in den keine negativen Einflüsse eindringen können. Kleinere Störenfriede kann man mit einem tiefen Atemzug auch  "bewusst wegatmen". Zahlreiche berühmte Menschen des öffentlichen Lebens arbeiten erfolgreich mit solchen Mentaltechniken. Dieser Schutzraum stärkt und stabilisiert uns und wir bleiben gelassen und zentriert.

 
 

 
Eigene Potenziale fördern: Stärken stärken

"Jeder ist ein Genie! Aber wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist." Albert Einstein

Wir vergleichen uns gerne mit anderen Menschen. Wenn wir dabei unsere Schwächen und kleinen Fehler mit den Stärken Anderer vergleichen, fühlen wir uns unterlegen und schlecht. Unser strenger innere Kritiker meldet sich zu Wort, fällt sein kritisches Urteil und zieht uns weiter runter.

Anderseits erkennen wir auch die Fehler und Schwächen bei Anderen sehr schnell. Wir konzentrieren uns statistisch elfmal mehr auf Fehler und Misserfolge als auf Positives. Eigene Schwächen empfinden wir als persönlichen Makel. Erfolge dagegen als normal. 

Du hast ein wertvolles Gesamtpaket

Wir alle haben Dinge, die wir gut können und andere, die wir weniger gut können. Fest steht: Jeder von uns hat ein wertvolles Gesamtpaket mit auf seinen Weg bekommen. Ein Paket, dessen Eigenschaften sinnvoll und gut zueinander passen. Wichtig ist es, diese Eigenschaften zu erkennen und ihnen auf die Spur zu kommen. Welche Stärken, welche Werte, welche Fähigkeiten hast ganz speziell Du? Wenn unsere Eigenschaften die Karten eines Kartenspiels wären, was wären dann Deine individuellen Trümpfe?

Lebe in Deinem Element

Wie Einstein schreibt, ist das Element des Fischs nicht der Baum, sondern das Wasser. Hier kann er seine Schwimmkunst, seine Wendigkeit und Schnelligkeit voll zur Geltung bringen. Dabei sieht es spielerisch und mühelos aus. Ohne Anstrengung kommt der Fisch zu seiner Leistung.

Auch wir Menschen brauchen das passende Umfeld, um unsere Stärken bestmöglich zur Entfaltung bringen zu können. Sind wir in unserem Element, macht das Spaß und kann uns einen echten Glücksflow bescheren. Beim Kochen und Backen, beim Joggen, bei der Gartenarbeit oder Handwerkern. Und natürlich extrem wichtig in unserem Beruf. Mit unserer Arbeit verbringen wir in aller Regel den größten Anteil unserer Wachzeit.


Deine Stärken sind Dein Erfolgsgarant

Gerade bei der Berufswahl solltest Du besonders auf Deine Interessen und Stärken achten. Denn eine erfüllende und motivierende Arbeit baut immer auf Deinen Stärken auf. Nutze ab jetzt konsequent Deine Stärken und bringe sie optimal zur Geltung! 

In einer dynamischen Geschäftswelt werden wir natürlich ab und zu auch mit unseren Schwächen konfrontiert. Halte Engagement und Erwartung im realistischen Rahmen. Erfolgsmenschen setzen konsequent auf ihre Stärken und suchen nach einer Lösung für den Ausgleich ihrer Schwächen. Es ist effektiver, seine Zeit in Aktivitäten zu stecken, die uns zu unseren Zielen führen. Erfolge stellen sich mit Leichtigkeit und Freude ein. Wir entwickeln echtes Interesse und eine Motivation, die von innen, von Herzen kommt.

,,Du kannst nur das in anderen entzünden, was in dir selber brennt!" Augustinus


Erkenne Deine Schokoladenseiten

Nimm Dir ein Blatt Papier, einen Stift und etwas Zeit. Beantworte in Ruhe folgende zehn Fragen und komme Deinen Stärken auf die Spur. Diese Stärken führen Dich zu Deinen authentischen Zielen. Der Künstler muss nicht Mathematiker werden und umgekehrt. Jeder hat sein authentisches Aufgabenfeld, das ihn erfüllt und persönlich Sinn spendet. 

Falls Dir die Beantwortung der Fragen schwer fällt, kannst Du sie auch gemeinsam mit einer engen Vertrauensperson besprechen. Häufig werden unsere Schokoladenseiten von anderen Mitmenschen leichter erkannt als von uns selbst. 

 

10 Fragen auf der Spur zu Deinen Stärken

1. Was macht Dir schon lange Zeit Spaß und Freude?
.....

2. Was motiviert Dich? Treibt Dich immer wieder neu an?
....

3. Was fällt Dir leicht? Leichter als vielen Anderen?
....

4. Was liegt Dir am Herzen? Wofür engagierst Du Dich?
....

5. Aufgaben werden verteilt. Welche übernimmst Du freiwillig?
....

6. Welche Fähigkeiten und Talente haben Dir bei Deinen bisherigen Erfolgen geholfen?
....

7. Wofür bekommst Du Komplimente? Was schätzen andere Menschen an Dir?
....

8. Für welches Thema interessierst Du Dich und informierst Dich regelmäßig?
....

9. Wer kommt mit seinen Problemen zu Dir oder fragt Dich nach Deinem Rat? 
....
Wie hilfst Du Ihnen?

10. Was stört Dich häufig an Anderen? Was kannst Du in aller Regel besser?
....

 

Zum Schluss zeige ich Dir noch ein kurzes Video von einen bekannten TV Moderator, der ebenfalls konsequent auf seine Stärken und sein persönliches Element setzt. 

 

 

 

 

Häusliche Pflege von Menschen mit Demenz

„Gucken Sie mal Schwester, dieser Körper, dieses Gesicht – ist das nicht schön?“
Äußerung einer alten Dame mit Demenz bei der Körperpflege im Seniorenheim


Vor einigen Jahren habe ich neben meinem Vollzeitjob in Marketing & Kommunikation meine pflegebedürftige Mutter zu hause gepflegt. Ingesamt rund acht Jahre und sechs Jahre davon mit der höchsten Pflegestufe. Geschafft habe ich das zusammen mit einem pensionierten Nachbarn und dem mobilen Pflegedienst der Diakonie in Leverkusen.

Während dieser Zeit kam ich häufig an meine körperlichen und nervlichen Grenzen. Zudem einsetzendes Mobbing aufgrund fehlender Akzeptanz meiner Pflegetätigkeit brachte mich schließlich aus meiner Balance. Ich habe mich in dieser Zeit gekümmert und funktioniert und mich selbst dabei verloren.

Andererseits konnte ich viele wertvolle Lebenserfahrungen sammeln, die mich stärker gemacht und mich zu meiner heutigen Tätigkeit als Business Trainer und Coach geführt haben. Heute unterrichte ich Menschen und erarbeite gemeinsam mit ihnen erfolgreiche Strategien, wie sie trotz großer Herausforderungen nicht in Schieflage geraten.

Da ich mit dem richtigen Wissen im Umgang mit der einsetzender Demenz einiges hätte besser machen können, möchte ich pflegenden Angehörigen einige Praxistipps mit auf den Weg geben. Diese Checkliste für den Umgang mit Alzheimerkranken ist mittlerweile in vielen Seniorenheimen in unserer Region im Einsatz. Los gehts...

 

Validieren bedeutet akzeptieren

Validation ist eine einfühlsame Kommunikationstechnik für den Umgang mit Dementen. Über den Einsatz von Empathie ermöglicht sie eine Kommunikation auf Augenhöhe. Sie basiert auf Wertschätzung und ermöglicht es, dass sich der Betroffene wahrgenommen, ernstgenommen und verstanden fühlt. Das gibt Halt und  vermittelt ihm das Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit. Ihre persönliche Bindung zu dem Dementen wird gestärkt.

Der Begriff Validation entstammt dem englischen valid und bedeutet gültig. Akzeptieren Sie die Welt und die Realität des Demenzerkrankten genau so, wie sie sich Ihnen zeigt. Auch wenn sie stark von der uns vertrauten Realität abweicht. Erkennen Sie seine Welt vollständig an. Erklären Sie alles Erlebte für gültig! Es ist in Ordnung und darf so sein.

Menschen mit Demenz verlieren zunehmend die Orientierung in der Gegenwart. Sie leiden unter Sprach- und Koordinationsstörungen, fehlender zeitlicher und örtlicher Orientierung, Unruhe und Vergesslichkeit. Sie wirken häufig abwesend. Und auch die körperlichen Kräfte lassen nach. Es gibt dabei gute und schlechte Tage. In der Pflege nennt man sie die blauen und die grauen Tage.

Wenn ich vom dem Dementen spreche, meine ich selbstverständlich Mann und Frau!

 

20 Tipps für einen guten Umgang mit Dementen 

1. Tauchen Sie in die Welt des Erkrankten ein

Nehmen Sie die innere Welt des Erkrankten an und versuchen Sie, sich so gut es geht in diese hinein zu versetzen. Der Demente kann zunehmend weniger unsere aktuelle Gegenwart begreifen. Er fühlt sich in vielen Alltagssituationen hilflos und überfordert. 

Denken Sie daran, dass es sich bei Alzheimer und anderen Krankheitsformen, die zu Demenz führen, um schwere Krankheiten handelt. Nervenzellen im Gehirn sterben ab und der Zustand des Gehirns wird zunehmend schlechter. Ein schleichender Prozess.

2. Positiver Fokus auf das, was noch geht

Konfrontieren Sie Ihren Angehörigen nicht mit seinen Defiziten wie: „Früher wusstest Du doch, wie das Gerät funktioniert.“ Er bekommt es häufig genug selbst mit und fühlt sich zusätzlich verunsichert. Durch den fortschreitenden Abbau von Gehirnzellen gehen Wissen und Fähigkeiten verloren.

Konzentrieren Sie sich mit Ihrer Aufmerksamkeit auf das, was der Demente noch kann. Zeigen Sie Verständnis für seinen körperlichen und geistigen Zustand. Gemeinsame Aktivitäten können so leichter an noch vorhandenen Fähigkeiten ausgerichtet werden.

3. Wertgeschätzt, ernstgenommen und verstanden fühlen

Jeder möchte als Mensch und für seine Leistungen wahrgenommen werden und sich verstanden fühlen. Dabei erkennt der Erkrankte durchaus seine Defizite. Schenken Sie Ihrem Angehörigen Bestätigung und Wertschätzung. Loben Sie ihn für seine Erfolge. Unterstützen Sie ihn, indem Sie ihm immer wieder frühere Lebensleistungen berichten.

4. Eine Aufgabe geben

Geben Sie dem Dementen erfüllende Aufgaben, damit er sich wieder gebraucht fühlt. Im Zuge der Demenzerkrankung geht die Eigenständigkeit mehr und mehr zurück. Aufgaben schenken Erfolgserlebnisse, spenden Lebensfreude und neuen Lebenssinn. Tägliche Erfolge steigern das Selbstbewusstsein und geben persönliche Bestätigung:

Du bist doch eine so gute Köchin! Komm, lass uns zusammen etwas Leckeres kochen.

Du kennst Dich doch gut mit Pflanzen aus. Bitte berate mich heute im Gartencenter.

5. Gefühle werden nicht dement

Das Gefühlsleben bleibt bei Menschen mit Demenz und Alzheimer erhalten. Dies hat eine Studie der Universität Iowa ergeben. Demente empfinden Freude oder Traurigkeit, können aufgeregt, wütend oder fröhlich sein. Wenn Emotionen nicht mehr in Worten ausgedrückt werden können, hilft ein Blick auf die Körpersprache mit Gestik und Mimik. 

Menschen mit Demenz erfreuen sich an Musik, singen Liedertexte aus früheren Zeiten und bewegen sich im Takt der Musik. Grundstimmungen von Filmen übertragen sich, auch wenn Inhalte schnell vergessen werden. Obwohl Menschen mit Demenz zeitweise abwesend erscheinen, spüren sie, ob ihnen jemand wohl gesonnen ist oder nicht. Und sie freuen sich über Ihren Besuch, auch wenn sie es Ihnen nicht mehr zeigen können.

6. Feste Alltagsstrukturen und liebgewonnene Rituale pflegen

Veränderung stellt eine Bedrohung dar und macht Menschen mit Demenz Angst.
Daher sollte der Tagesablauf eine feste Struktur haben. Nutzen Sie vertraute Rituale. Das Brötchen mit Marmelade, die Tageszeitung oder die morgendliche Fernsehserie. So erfahren Menschen mit Demenz Sicherheit und Orientierung. Innerhalb dieses festen Rahmens können Sie dann für Abwechslung sorgen.

7. Nutzen Sie bekannte Wege und vertraute Ziele

Wenn Sie Ausflüge und Unternehmungen machen, sollten diese möglichst vertraut sein. Steuern Sie bekannte Ziele an und nutzen sie dafür Wege, die der Demente kennt. Ich selbst habe zum Beispiel anstelle der Wälder der gesamten Region nur noch vertraute Wälder für Spaziergänge aufgesucht. Das hat meiner Mutter Orientierung geschenkt.

8. Freiheit und Sicherheit 

Finden Sie für Ihren Angehörigen einen guten Kompromiss, ein Maximum an Sicherheit zu bieten und andererseits Freiheiten zu gewähren. Unser Leben ist bei eigenständigen Aktivitäten immer mit gewissen Risiken verbunden. Entschärfen Sie Gefahrenquellen wie spitze Gegenstände oder Sturzmöglichkeiten durch Teppiche oder glatte Böden und schaffen Sie freie Zugänge.

Statten Sie Ihren Angehörigen mit einem Büchlein aus, in dem seine wichtigsten Daten und Informationen stehen und das er bei sich tragen kann. Inklusive Wohnanschrift, wichtige Angehörige, Telefonnummern etc. Es dient in Notfällen sowohl der Orientierung fremder Personen als auch der des Erkrankten selbst.

9. Entscheidungen leicht machen

Machen Sie Entscheidungen leicht. Stellen Sie einfache Fragen: „Möchtest Du Kaffee oder Tee?" Wenn Fragen nicht mehr verstanden werden, stellen Sie einfach die Dinge zur Auswahl vor die demente Person, so dass sie drauf zeigen kann.

10. Kommunikation auf Augenhöhe

Gehen Sie im Gespräch mit Ihrem Angehörigen sowohl mit Worten als auch körperlich auf Augenhöhe. Zeigen Sie Respekt! Sprechen Sie Rollstuhlfahrer nicht von oben an, sondern gehen Sie in die Knie oder setzen Sie sich auf einen Stuhl. Kommunikation braucht Empathie, damit sich der Betroffene verstanden und ernstgenommen fühlt. 


11. Einfach, deutlich und verständlich

Sprechen Sie in kurzen Sätzen! Betonen Sie klar und verständlich und sprechen Sie angemessen langsam. Berücksichtigen Sie auch eventuelle Hörgeräte und schauen Sie, ob diese mit aufgeladener Batterie eingesetzt sind. Gestalten Sie Ihre Sätze ebenso einfach wie Ihre gemeinsamen Aktivitäten. Nach dem Motto: Keep it simple!

12. Immer mit Blickkontakt ansprechen

Sprechen Sie Menschen mit Demenz nicht von hinten oder aus einem anderen Zimmer heraus an. Sie bilden einen sogenannten Tunnelblick aus. Ereignisse rechts und links von ihnen werden im Blickfeld nicht mehr wahrgenommen, was zu Schreckmomenten führen kann. Auf Augenhöhe und mit direktem Blickkontakt fühlt er sich angesprochen. 

13. Demente springen zwischen den  Zeiten

Menschen mit Demenz springen oft zwischen Ereignissen aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Sie flüchten in ihrem inneren Erleben in Zeiten der Vergangenheit, die ihnen mehr Halt und Sicherheit bieten. Im gegenwärtigen Alltag fühlen sie sich häufig überfordert. Die Flucht in bessere Zeiten der Vergangenheit kann helfen, sich besser wahrnehmen und orientieren zu können. Aktuelles und Vergangenes können sich in der Welt des Dementen vermischen. Versuchen Sie dieser Zeitreise empathisch zu folgen. 

14. Die Vergangenheit gewinnt an Bedeutung 

Stellen Sie sich das Gedächtnis eines Alzheimerkranken wie eine Wasserflasche vor. Das Wasser ganz unten in der Flasche ist die Vergangenheit. Es ist tief drin und häufig bis in kleinste Details präsent. Das Wasser obenauf ist die Gegenwart. Wenn man die Flasche ausschüttet, fließt dieser Teil sofort heraus. Das bedeutet: Ereignisse aus der Gegenwart oder jüngeren Vergangenheit werden schnell vergessen. Dagegen sind alte Liedertexte oder frühere Erlebnisse oft vollständig im Gedächtnis erhalten geblieben.

15. Nicht persönlich nehmen

Nehmen Sie es nicht persönlich, wenn Demente bösartig werden oder Schimpfworte fallen. Emotionen werden nicht selten grob und sehr direkt ausgedrückt. Sie liegen in der Biographie des Erkrankten begründet und wurden früher häufig unterdrückt. Auch Schuldzuweisungen haben immer mit dem Kranken selbst zu tun und nicht mit Ihnen. Demente müssen häufig Andere beschuldigen. Es ist Teil ihrer inneren Aufarbeitung.

Manchmal werden Gegenstände versteckt, die Symbolcharakter für das Leben des Dementen haben. Schmuck, Alltagsgegenstände, Geld oder schöne Kleidung, die für unerfüllte Träume im Leben stehen und die jetzt aufgearbeitet werden möchten. 

„Heimlich ist schön!“ Äußerung einer alten Dame mit Demenz während der Pflege

16. Sichtbare Gefühle in Worten ausdrücken

Bestätigen Sie gezeigte und erkennbare Emotionen mit Ihren Worten. "Du bist ganz schön sauer. Das ärgert Dich!" oder "Du bist traurig. Das ist zu viel für Dich" oder "Heute bist Du müde. Das ist aber auch ein müdes Wetter." Der Demente fühlt sich wahrgenommen und verstanden.

Fragen Sie wehmütige Menschen, wie es ihnen geht, wann das Erlebte war und wie sie es erlebt haben. Geben Sie in der traurigen Stimmung dem Dementen die Möglichkeit, seine schlimmen Erlebnisse auszudrücken, um sie so verarbeiten zu können. 

17. Nicht diskutieren – nicht streiten!

Menschen mit Demenz sind zu sachlichen Diskussionen häufig nicht mehr in der Lage. Korrigieren Sie nicht und stellen Sie Keinen bloß! Nach dem Motto: "Das habe ich Dir doch schon zehnmal gesagt" oder „Warum weißt Du das denn nicht mehr?" Fragen Sie nicht mit Wieso und Warum.

Und streiten Sie bitte nicht, auch wenn Sie sich im Recht fühlen. Es bringt Ihnen Beiden nichts und verunsichert lediglich. Sprechen Sie verbindend und nicht trennend.

18. Für sinnliche Erlebnisse sorgen

Demenz bedeutet übersetzt sinngemäß "weg vom Geist". Mit unserem sachlogischen Verstand und in Diskussionen erreichen wir demente Personen in aller Regel nicht mehr. Kontakt herstellen können wir dagegen über liebevolle Zuwendung, das Reichen einer Hand, eine liebevolle Umarmung, Humor und gemeinsames Lachen.

Sinneswahrnehmungen erlangen mit zunehmender Krankheit eine größer werdende Bedeutung. Die Arbeit mit Farben, Musik, Gesang, Geschmack, Fühlen oder Riechen hilft den Erkrankten bei der eigenen Wahrnehmung. Deshalb wird in der Betreuung in Seniorenheimen sehr viel mit der Wahrnehmung über unsere fünf Sinne gearbeitet. Fühlen von Gegenständen, altvertraute Lieder singen oder Lieblingsfotos anschauen. 
 

19. Keine Versprechungen für die Zukunft

Bitte keine Zukunftsbotschaften aussprechen wie: "Deine Tochter kommt am nächsten Wochenende." Der Demente könnte Sie danach alle paar Minuten nach der Tochter fragen und sich Hoffnungen oder Sorgen machen. Und Sie dürften darauf antworten. Zukunftsorientierung geht im Zuge der Krankheit immer mehr verloren. Mein Tipp: Sagen Sie am Tag des Erscheinens: "Schau mal, wer da gerade gekommen ist..."

20. Mit den inneren Augen sehen

Demente Personen sehen ihre Welt mit ihren inneren Augen. Wenn ein Herr mit 85 Jahren heim zu seiner Mama möchte, dann ist das keine Halluzination, sondern seine aktuelle Realität. Fragen Sie ihn, wie er seine Mama sieht und wie er dabei fühlt?

Bestätigen Sie Wünsche und Bedürfnisse ohne ihn anzulügen. Einfühlsame Empathie bedeutet auch schon mal kreative Phantasie. Entwickeln Sie Verständnis! Versuchen Sie sich in die inneren Augen des Dementen einzuloggen. Auch eine einfühlsame Ablenkung kann helfen, so dass sich Ihr Angehöriger wieder beruhigt und sicher fühlt.

 

Praxisarbeit im Kurzfilm

Zuletzt möchte ich Ihnen zur besseren Veranschaulichung noch einen kurzen Film aus der Arbeit in Seniorenheimen zeigen. Bitte klicken Sie hier.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Arbeit mit Ihrem dementen Angehörigen. Mein ganz persönlicher Tipp: Verlieren Sie bei allem Leid nicht Ihr Lachen und Ihren Humor.

Und denken Sie als pflegender Angehöriger auch an sich, um immer wieder Kraft und Energie zu tanken. Holen Sie sich professionelle Unterstützung, denn gemeinsam fällt diese Zeit deutlich leichter. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

 

 

 

Der Weg zur Gelassenheit 

"Das Rezept für Gelassenheit ist einfach: Man darf sich nicht über Dinge aufregen, die nicht zu ändern sind." Helen Vita

Wie wir in bestimmten Situationen reagieren, hängt von vielen Faktoren ab. Von unserer Mentalität, der Situation, unserer Laune. Hier ein konkretes Beispiel aus dem Alltag:

Du bist morgens spät dran und denkst: Wenn ich jetzt gut durch den Verkehr komme, schaffe ich es gerade noch pünktlich ins Meeting. Aber direkt vor Dir blockiert ein großer Müllwagen die Straße. Die Männer sammeln in aller Ruhe die Mülleimer ein und tun ihre Arbeit. Du beginnst zu fluchen und zu schimpfen. Es brodelt in Dir...

Et hätt noch immer jot jejange 

Größere oder kleine Probleme wird es auf unserem Lebensweg immer wieder geben. Diese müssen uns aber nicht daran hindern, ruhig und gelassen zu bleiben. 

Unsere Gedanken verursachen unsere Gefühle und beeinflussen unsere Stimmung! Und Gedanken können wir ändern! Optimistische und positive Gedanken führen zu guten Gefühlen, pessimistische und negative Gedanken zu schlechten Gefühlen. 

Wir haben zu hause mit viel Liebe und Aufwand für den Partner/-in gekocht und er/sie schreibt kurz vorher kommentarlos per SMS, dass es zwei Stunden später wird. Bämm!

Wir können uns in dieser Situation unterschiedliche Gedanken machen, die uns wütend, besorgt, traurig, eifersüchtig, nervös oder ängstlich machen. Sie entsprechen in den seltensten Fällen der Realität, beeinflussen unsere Stimmung allerdings für den Rest des Abends.

Was können wir nun tun, wenn sich negative Gedanken und Gefühle breit machen? 

 

Zehn Schritte hin zur Gelassenheit

1. Abstand gewinnen

Die Situation ist ärgerlich, keine Frage! Deshalb sortiere Dich erst einmal und gewinne Distanz zu dem "Film", der gerade vor Dir abläuft. Schließe die Augen und atme tief in den Bauch ein und aus. Deine ruhige Atmung hat direkten Einfluss auf Körper und Geist. Dein Bauch wölbt sich dabei nach außen und füllt sich wie ein Ballon. Atme einige Sekunden tief ein, halte den Atem kurz und atme dann ruhig wieder aus.

2. Wahrnehmen

Frage Dich: Kann ich an der Situation aktiv etwas ändern? Wenn nicht, dann solltest Du sie gelassen akzeptieren. Ist das Geschehene wirklich so schlimm? Meist ist der Ärger größer als die Auswirkungen. Wir machen aus einer Mücke einen Elefanten! Kann Dein Wutausbruch die Situation ändern oder verbessern? Lohnt sich der Ärger wirklich


3. Akzeptieren

Einige Dinge im Leben lassen sich ändern, andere nicht. Diese gilt es zu erkennen und zu unterscheiden. Unveränderliches sollten wir akzeptieren und keine großen Energien verschwenden. "Akzeptiere es, verändere es oder verlasse es", ist hier ein gutes Motto! Bei veränderbaren Situationen können wir aktiv nach Lösungen suchen. Häufig lösen sich ärgerliche Situationen auch von ganz alleine auf. Bleib cool und bewahre die Ruhe. Sag Ja zu der Situation! Denn die Situation ist so wie sie ist. Ein entscheidender Schritt!

4. Fühlen

Bleibe in emotional kritischen Situationen in Deiner inneren Mitte. Konzentriere Dich auf Deinen Atem und spüre, wie er ein und ausfließt. Spüre tief in Deinen Körper hinein! Gehe aus dem Gedankenstrom des Kopfes heraus und tauche gefühlsmäßig in Deinen Körper hinein. Spüre Deine Hände, Deine Schultern, Deine Beine. Fühle sie vielleicht sogar von innern. Dort liegen gleichzeitig Lebendigkeit und tiefer innerer Frieden!

5. Entschleunigen

Du hast es selbst in der Hand, wie Du reagierst! Ob Du aus der Haut fährst oder ruhig und gelassen bleibst. Halte Deine Gefühle weitestgehend unter Kontrolle und schenke der Situation ein Lächeln. Ein inneres Lächeln kann sehr entkrampfend wirken! Schalte Deine Lieblingsmusik an oder schließe kurz die Augen. Schaue in obigem Beispiel dem Szenario zu und gewinne der Gelassenheit der Straßenreiniger etwas Positives ab. Für gute Ergebnisse in Balance rät uns Konfuzius: Wenn Du es eilig hast, gehe langsam.

6. Der Ton macht die Musik

Wenn es bei einem Wutausbruch aus Dir rausbricht, übertreibe nicht und wähle keine XXL Sprache. Nach dem Motto: "Sie sind wirklich die arrogantesten und langsamsten Müllmänner der ganzen Stadt". Verbale Entgleisungen sind in der Regel unangemessen und bringen uns höchstens noch zusätzlichen Ärger ein! Lasse die Kirche im Dorf und mache nicht Unschuldige für Deine Situation verantwortlich! „Wenn die Wut wächst, denke an die Konsequenzen“ mahnt Konfuzius.

7. Nicht persönlich nehmen

Wenn Dich jemand anschreit oder Vorwürfe an den Kopf wirft, nimm es bitte nicht persönlich! Meistens hat es mit seiner eigenen Situation zu tun oder er bewertet ein Verhalten von Dir anders als Du es tust. Behalte Dein inneres Gleichgewicht und beziehe das Erlebte nicht persönlich auf Deine Person. Es hat nichts mit Dir zu tun.

8. Souverän bleiben

Wenn Du Dich in einer Stresssituation von einer anderen Person angegriffen fühlst, ziehe Deine Grenzen und schütze Dich in ruhigem aber bestimmten Ton! Hole nicht gleich zum verbalen Gegenschlag aus! Reagiere gelassen und mit Humor. Fühlst Du Dich überfordert, verlasse im Zweifel den Ort des Geschehens. Der Klügere gibt nach! 

9. Reden

Rede mit einem vertrauten Menschen über die fordernde Situation und verarbeite den Stress in einem Gespräch. Vielleicht bekommst Du so noch eine andere Sicht auf das Ereignis! So kannst Du Erlebtes für Dich verarbeiten und dann erfolgreich loslassen.

Viele meiner Teilnehmer nutzen auch das Schreiben! Schreibe die Dinge aus dem Kopf und von der Seele. Eine wissenschaftlich sehr bewährte Möglichkeit der Verarbeitung!


10. Bewegen

Kontrolliert Dampf ablassen ist die perfekte Art, wieder in Balance zu kommen. Drehe nach dem fordernden Ereignis eine kurze Runde um den Block und atme tief durch! Gehe nach Feierabend eine Runde joggen oder gönne Dir ein knackiges Workout.

Nach auspowernder Bewegung können wir mit Meditation und Entspannungstechniken zur inneren Ruhe zurückfinden. Fantasiereisen, Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen bieten sich an! Oder ein schöner Saunabesuch!

 

Zu guter letzt habe ich noch ein passendes Motto für mehr Gelassenheit :-) 


"Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben" Antoine de Saint-Exupery



 

 

Respekt ist viel mehr

"Man sollte auf andere Menschen nur herab sehen, wenn man ihnen aufhelfen will." Steffen Albers


Respekt begegnen wir jeden Tag, zu hause, bei der Arbeit, im ganz normalen Alltag. Zum Ausdruck der Anerkennung nehmen wir häufig auch das Wort "Respekt" in den Mund. Studien zufolge rangiert Respekt am Arbeitsplatz auf der Wunschliste der Mitarbeiter an einen Arbeitgeber an zweiter Stelle. Lediglich geschlagen von einer "sinnvollen und interessanten Tätigkeit" und noch vor guter Bezahlung, sozialer Sicherheit und Karrieremöglichkeiten.

Respekt schenkt uns Wertschätzung und Anerkennung. Steigert unseren Mut und unser Selbstbewusstsein. Macht zufrieden und glücklich. Respekt hilft uns, erfolgreicher zu werden und den Alltag konfliktärmer und entspannter zu erleben. Deshalb ist Respekt auch gesetzlich geregelt. Im Artikel 1 des Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." 

 

In Respekt steckt viel drin

Das Wort Respekt stammt vom lateinischen "respicere" ab und bedeutet übersetzt berücksichtigen, beachten und zurückschauen. Aus dieser Übersetzung lassen sich folgende Begriffe ableiten, die uns Respekt mit seinen Facetten näher bringen.

1. Rücksicht nehmen und tolerant sein Wir können lernen, toleranter gegenüber anderen Menschen, anderem Denken und Verhalten zu werden.

2. Achten und würdigen: Jemanden zu achten bedeutet die würdevolle Anerkennung und Wertschätzung des Menschen als wertvolles Wesen. Achtung drückt eine persönliche Grundeinstellung gegenüber seinen Mitmenschen aus. 

3. Bewusst und achtsam sein: Achtsames Leben führt uns zu einem bewussteren Leben im Hier und Jetzt. Mit mehr Klarheit, einer gesteigerten Wahrnehmung und einem besseren Miteinander.

4. Vorurteilsfrei beobachten: Einfach schauen und genau wahrnehmen, was gerade passiert. Wir können uns darin üben, unsere Sinne frei von Wertung zu nutzen.

5. Respektvoll zurückschauen: Respektvoll zurückschauen auf die Lebensgeschichte oder das Lebenswerk eines Menschen. Es gibt viel zu entdecken.

6. Anerkennen und wertschätzen: Der Mensch möchte anerkannt und wertgeschätzt werden. Wir alle möchten ein wertvoller Mensch sein und Anerkennung finden.

7. Beachten und wahrnehmen: Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, gesehen und wahrgenommen zu werden. Wir wollen als Person in unseren verschiedenen Rollen von anderen Menschen wahrgenommen und geschätzt werden.

8. Offen für Andersartigkeit: Wie sagt der Kölner: Jede Jeck is anders!

 

Respektvoller Umgang lohnt sich

Respekt ist wichtig und regelt unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unser gesellschaftliches Miteinander. Entscheidend ist eine respektvolle Achtung der Individualität und Andersartigkeit unserer Mitmenschen. Jeder sieht die Welt aus der Sicht seiner gelebten Werte. Treffen wir auf jemanden, der die Dinge anders sieht, ärgern wir uns häufig. Dabei können wir erst durch unsere Verschiedenartigkeit lernen. Adenauer sagte hierzu mit kölschem Humor: "Nehmen wir die Menschen, wie sie sind. Andere gibt's nicht."

Ein anderer Spruch, dem wir täglich begegnen ist "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!" Das Leben ist praktisch ein Spiegel. Freundlichkeit wird in den allermeisten Fällen auch mit Freundlichkeit beantwortet und ein herzhaftes Lachen ist nahezu ansteckend. Andererseits brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn das Herauslassen unserer eigenen schlechten Laune auch beim Gegenüber keine Begeisterung hervorruft.

Ihnen ist sicherlich auch der Ausspruch "Respekt muss man sich verdienen" bekannt. Es bedeutet, dass wir aufrichtigen Respekt nicht von anderen einfordern können. Wir erhalten ihn freiwillig! Respekt ist vergänglich und muss täglich neu praktiziert werden. Aufrichtiger Respekt beruht dabei im Idealfall auf Gegenseitigkeit. Denn alle wollen Respekt haben, aber nicht jeder ist bereit, Respekt auch zu geben. Gehen Sie mit gutem Vorbild voran!